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schneider+schumacher
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Pressemitteilungen

28.10.2016
Platin und Gold für schneider+schumacher beim American Architecture Prize

Frankfurt, 18. Oktober 2016. Die Fachjury des American Architecture Prize kürte gleich zwei Arbeiten von schneider+schumacher in der Kategorie „Kulturelle Architektur" mit Edelmetallen: Die Erweiterung des Städel Museums erhielt die Auszeichnung in Platin; mit Gold wurde der Neubau der Autobahnkirche Siegerland prämiert. Damit belegen die Arbeiten des Frankfurter Architekturbüros in der Kategorie „Kulturelle Architektur" die ersten beiden Plätze von elf ausgezeichneten Projekten.

Der 2016 erstmals ausgelobte American Architecture Prize zeichnet Projekte rund um den Globus in den Disziplinen Architektur, Innenarchitektur und Landschaftsarchitektur in rund 40 Kategorien aus. Ausschlaggebend für die Prämierung sind vor allem die Kriterien Gestaltung, Funktionalität und Innovation.

Mit der begrünten Aufwölbung leistet die Museumserweiterung einen eigenständigen Beitrag zur Architektur des historischen Städel-Komplexes und hebt auf subtile Art die Trennung zwischen Haus und Garten auf. An der A 45 präsentiert sich die dreidimensionale Umsetzung des Kirchen-Piktogramms zur Autobahn sowie dem Autohof als stilisierte weiße Silhouette einer traditionellen Dorfkirche. Das klare, kantige Äußere steht dabei im Kontrast zu dem weichen und behaglichen Innenraum.

11.05.2016
Erster Preis für schneider+schumacher in Mannheim

Frankfurt, 11. Mai 2016. Im Generalplanerwettbewerb "Neubau Technisches Rathaus Mannheim, Glücksteinquartier" ausgelobt von der GBG - Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH konnte sich der Entwurf von schneider+schumacher gegen 18 weitere teilnehmende Büros durchsetzen und erzielte den 1. Preis. Das neue Gebäude soll Raum für rund 700 Mitarbeiter in einem attraktiven bürgernahen Serviceumfeld schaffen.

"Ein technisches Rathaus ist der Ort, an dem der Anspruch einer Stadt an sich selbst unmittelbar sichtbar wird. Hier geht es um ein Gebäude, das gleichzeitig angemessen bescheiden, aber auch selbstsicher und repräsentativ auftritt." (Michael Schumacher)

Der Entwurf sticht durch den zweigeteilten13-stöckigen Büroturm hervor. Die transparente Glasfassade unterstreicht den Charakter eines öffentlichen Ortes. Die farbliche Gestaltung der Fassade mit rötlichem Sichtbeton und blassgoldenen Aluprofilen interpretiert die Farben des Mannheimer Schlosses neu. Der Haupteingang befindet sich in der Glücksteinallee. Von hier aus ist sowohl das Foyer des gesamten Rathauses zugänglich, als auch der Bürgerservice im 1. Obergeschoss sowie der Sitzungsbereich und das Klimaschutzkompetenzzentrum.

14.03.2016
Fahrradrennen durch die Nacht

Frankfurt, 12.03.2016 19 Uhr: schneider+schumacher inszeniert gemeinsam mit MESO Digital Interiors eine interaktive Lichtinstallation für die Luminale 2016.

Die neue Fassade des temporären Parkhauses an der Südseite des Frankfurter Hauptbahnhofs wird in den kommenden Tagen zum Austragungsort diverser Fahrradrennen. Im Rahmen der Luminale 2016 haben schneider+schumacher mit MESO Digital Interiors eine Lichtinstallation entworfen, gesteuert durch zwei Fahrradfahrer, die ein Rennen gegeneinander fahren. Über Lenkung und Schnelligkeit, welche die über 100 beweglichen Scheinwerfer beeinflussen, die auf das Edelstahlgeflecht der Fassade ihre Lichter projizieren, können sich die Teilnehmer in einem Spielfeld bewegen, Hindernissen ausweichen und Punkte einsammeln, die sie letztendlich zum Sieg führen.

Strampeln für einen guten Zweck
Mit einer freiwilligen Spende in Höhe von 1 € pro Spiel, unterstützt jeder Radler Projekte des Frankfurter Vereins, die bewegungseingeschränkte Menschen mobilisieren und so besser am städtischen Leben teilhaben lassen.

Die Installation „Spin(n)st Du?“ wurde möglich durch die freundliche Unterstützung der CA Immo, der ABG Frankfurt Holding, der omniCon Gesellschaft für innovatives Bauen sowie des Frankfurter Vereins. Beim Rennen durch die Nacht können alle interessierten Fahrradfahrer und Luminale-Begeisterten vom 13.-18 März teilnehmen. Die Installation ist in den kommenden Tagen zwischen 19 und 22:30 Uhr geöffnet.

13.11.2015
1. Preis für schneider+schumacher mit bb22 Architekten

Frankfurt, 12. November 2015. Die Entscheidung über die Bebauung des „Hafenkai“ im Zollhafen Mainz ist gefallen: Der Entwurf „DOXX“ von schneider+schumacher mit bb22 (Investoren: PRIMUS development GmbH, Hamburg/BeeCapital GmbH, Düsseldorf) wurde zum Sieger gekürt. Juryvorsitzender Prof. Ludwig Wappner empfahl dem Auslober, der Zollhafen Mainz GmbH & Co. KG, bei der Urteilsverkündung die Umsetzung des Projekts. Grundgedanken des Entwurfs sind die spezielle Gebäudeform und die Anhebung der Wohnnutzungen in die oberen Geschosse. Die Anordnung ermöglicht vielfältige Ausblicke in alle Himmelsrichtungen, erzeugt eine optimale Belichtungssituation und maximiert den Abstand zu der gegenüberliegenden Bebauung. Die durchlässige Sockelzone mit Gastronomie und Gewerbe trägt maßgeblich dazu bei, dass das von drei Seiten mit Wasser umgebene Grundstück Teil einer lebendigen Stadtkultur wird. Das Preisgericht hebt in seinem Urteil die außergewöhnliche Typologie des Gebäudes hervor:

„Der Wunsch nach der Schaffung einer markanten Landmarke wird durch die Doppel-X Struktur des Entwurfs in besonders hohem Maße erfüllt…Durch das weitgehende »Aufständern« des Gebäudes, das Lösen eines Großteils des Baukörpers vom Erdgeschossniveau, bleibt der überwiegende Teil des Hafenkais öffentlich zugänglich.“

Das Design, die Doppel-X-Struktur, macht das Gebäude zu etwas besonderem. Der Bezug zur Form spiegelt sich auch im Namen „DOXX“ wider, der gleichzeitig eine Anlehnung an den Begriff des Hafendocks ist.

Download: PDF | DOXX_02
12.10.2015
Grünflächenamt in Frankfurt wird mit Platin durch den DGNB zertifiziert

Das von schneider+schumacher geplante Grünflächenamt in Frankfurt (Projektentwicklung Groß & Partner und Lang & Cie) erhielt am 06. Oktober auf der Expo Real die 1000. Auszeichnung der DGNB (Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) - zum ersten Mal in Platin!
Diese Zertifizierung wurde durch den DGNB neu eingeführt und ist die bisher höchste Auszeichnung.
Auf einem äußerst schmalen Grundstück, neben dem Gleisvorfeld des Frankfurter Hauptbahnhofs, konzipierte das Architekturbüro schneider+schumacher ein „liegendes Hochhaus“. Es beherbergt neben Büro- und Besprechungsräumen für ca. 460 Mitarbeiter eine Kantine, Werkstätten und eine LKW-Remise. Erstmals sind damit Werkstätten und Verwaltung in einem Gebäude vereint.
Peter Matteo, geschäftsführender Gesellschafter von Groß & Partner, sagt dazu: „Es ist für uns eine Freude und Ehre zugleich zum einen für die Stadt Frankfurt das neue Verwaltungsgebäude errichten zu können und zum anderen die städtebaulichen und baulichen Ansprüche und Erwartungen erfüllt zu haben.“

Bild: (c) Jörg Hempel

07.10.2015
Eröffnung des Fußgängerstegs der "Inselbrücken Offenbach"

Am Freitag den 16.Oktober wird um 15:00 Uhr die neue Fußgängerbrücke in Offenbach eröffnet. Die Brücke verbindet das Offenbacher Nordend mit der Hafeninsel, welche in den 50er Jahren als Öllager für die Binnenfahrt genutzt wurde.
Neben Oberbürgermeister Horst Schneider, Daniela Matha (Geschäftsführerin der Mainviertel Offenbach GmbH & Co. KG) und Markus Eichberger (Leiter des Offenbacher Amtes für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement) werden die Architekten Till Schneider und Kai Otto (schneider+schumacher Planungsgesellschaft mbH) an der Eröffnung teilnehmen.
Nachdem 2012 der Entwurf von schneider+schumacher in einem Wettbewerb ausgewählt wurde, konnte der Bau der Brücken nun abgeschlossen werden.

„Unauffällig einprägsam“

Die wesentliche Idee der Brücke besteht in der zurückhaltenden Architektursprache. Diese, in Kombination mit einer minimalen Volumetrie, betont das historische Hafenbecken und den Blick auf die Frankfurter Skyline. Die in den Stahl-Handlauf integrierte LED-Leiste sorgt für die notwendige Bodenbeleuchtung und setzt die Brücke nachts als präzise Linie in Szene.

Bild: (c) Jörg Hempel

Download: PDF | Inselbruecken2_01
15.04.2015
Kostengünstiges Wohnen in Wien - Donaustadt fertig gestellt

Unter dem Leitbild ‚Leistbares Wohnen UND Qualität / Ausbalancierte Nachhaltigkeit‘ gewinnt schneider+schumacherfür die NEULAND - gemeinnützige Wohnbau-Gesellschaft m.b.H. im Juni 2011 den 1. Preis im Bauträgerwettbewerb ‚Kostengünstiges Wohnen‘ in 1220, Wien-Donaustadt (Podhagskygasse II / Bauplatz 3). Von der Jury werden auch die ‚4 Säulen‘ Architektur und Freiraum, Ökonomie, Ökologie und Soziale Nachhaltigkeit positiv beurteilt.
Mit dem kraftvollen Titel ‚Sixpak‘ schaffen sechs kompakte, klar geschnittene Punkthäuser dieRaumbildung um eine attraktive, gemeinsame Mitte. Dank ihrer nutzungsoffenen Struktur verfügen sie über optimierteund hochfunktionale Grundrisse, die einfach möblierbar sind und jeden gewünschten Wohnungsmix möglich machen. Geschosshohe Fenster und differenziert angeordnete, wohnungsbezogene Außenräume sorgen dabei für eine hoheWohnqualität in allen 106 Wohnungen.
Neben minimierten Baukosten wird durch den Niedrigenergie-Standard und ein naturnahes Grünraum-Konzept aucheine deutliche Reduktion der Betriebskosten erzielt, um für die künftigen Bewohner günstige Mieten sicherzustellen. Besonderen Stellenwert erhalten dabei die Aspekte der Alltagstauglichkeit, des Wohnens in Gemeinschaft und für wechselnde Bedürfnisse, sowie der Identität und Mitbestimmung. Das Projekt ist als ‚Testballon‘ für das SMART-Wohnbauprogramm der Stadt Wien zu sehen und wurde Ende August 2014 an die Mieter übergeben.

Download: PDF | podhagsky
07.04.2015
Kunstobjekt zur Freiflächengestaltung des Außenbereichs „die welle“

Soeben wurde die Baugenehmigung für den Umbau des Bürokomplexes „die welle“ in Frankfurt am Main erteilt. Nun können die Bauarbeiten starten.Die Außenanlage zwischen den Gebäuden Welle 1, 3, 5, 7 sowie 2, 4 und 6 im Frankfurter Westend, unweit der Alten Oper, wird grundlegend neugestaltet. Das raumbildende Element ist eine aus mehreren Teilen zusammengesetzte Aluminiumskulptur. Die Herstellung aus vorgefertigten Elementen erfolgt weitgehend im Werk und wird auf der Baustelle nur noch zusammengefügt. Die Oberfläche ist Silber grau, matt geschliffen. Die Skulptur gliedert sich in sechs Abschnitte, wovon sich drei als Bogen von der Erdoberfläche lösen und unterschiedliche Höhen erreichen. Den Auftakt, von der Bockenheimer Warte aus gesehen, bildet der sogenannte „diving arch“ (Höhe: bis zu 6,62 m), gefolgt vom „glorious arch“ (Höhe: bis zu 17,86 m), und die „joyful wave“ (Höhe: bis zu 6,97 m).
Die Außenanlage gliedert sich in begrünte, wasserführende und befestigte Bereiche. Die bereits begrünten Flächen im Bestand werden durch die Neuplanung vergrößert, annähernd verdoppelt. Die befestigten Freiflächen gliedern sich in zwei Bereiche. Zum einen wird pigmentierter Gussasphalt in unterschiedlichen Höhen verwendet, zum anderen gibt es ebene Flächen aus runden geschliffenen Betonwerksteinen.

Download: PDF | welle_04
01.04.2015
schneider+schumacher gewinnt Wettbewerb für Gerichtsgebäude in China

schneider+schumacher konnte den im Herbst 2014 stattfindenden Wettbewerb mit internationaler Beteiligung um den Neubau eines Gerichtsgebäudes in der chinesischen Metropole Shenzhen für sich entscheiden. Dem geplanten Justice Center wird innerhalb des städtebaulichen Projekts, das bis 2020 auf einem 45 Hektar großen Planungsgebiet entsteht, eine zentrale Rolle zukommen. Der Entwurf versucht die Säulen der Gerechtigkeit – Klarheit, Entschiedenheit und Transparenz – unmittelbar sichtbar werden zu lassen und dabei gleichzeitig praktische, wirtschaftlich funktionierende Räume für die Justiz zur Verfügung zu stellen.
Die äußere Erscheinung des Gebäudes ist emblematisch geprägt vom Symbol der Waage, verzichtet jedoch auf explizit wörtliche Anklänge: Vier den oberen Baukörper bildende Träger „balancieren“ auf einem 14 m hohen Sockel. In diesem Sockel befinden sich Empfang, Café und Museum sowie der große Verhandlungsraum, der barrierefrei über eine Rampe zu erreichen ist. Neben ihrer konstruktiven Funktion stellen die Träger auch gestalterisch einen wesentlichen Bestandteil des Entwurfes dar. Strahlend weiß und weich konturiert senden sie die Botschaft aus, dass sich an diesem Ort eine öffentliche Einrichtung von großer Bedeutung befindet, deren innerer Aufbau trotzdem einsehbar – transparent – bleibt.

Download: PDF | Justice-Center
15.09.2014
Spatenstich der beiden Inselbrücken in Offenbach

Am Freitag, dem 19.09.2014, um 11 Uhr erfolgt der Spatenstich für die vom Architekturbüro schneider+schumacher geplanten Inselbrücken (Fußgänger- und Autobrücke) über das Offenbacher Hafenbecken, auf dessen beiden Seiten in den nächsten Jahren ein eigenständiges Stadtquartier entsteht. Zwei Parameter bestimmen den Ort: zum einen das historische Hafenbecken, zum anderen die uneingeschränkte Sichtbeziehung zur Frankfurter Skyline. Diese sollen durch die Gestaltung der Brücken zusätzlich betont werden. Der Entwurf ist somit von der Idee bestimmt, unauffällig einprägsam zu sein. Erzielt wird dieser Effekt durch eine bewusst zurückhaltende Architektursprache, die aufgrund der Verwendung entsprechender Materialien – Stahl, Beton und Asphalt – zum Ausdruck gebracht wird. Um eine möglichst große Spannweite aber gleichzeitig geringe Konstruktionshöhe zu erreichen, wurden die Stützen analog zu den bereits bestehenden Dalben im Wasser angeordnet. Weder der Freizeitbootsverkehr noch die Wasserpolizeischiffe werden hierdurch gestört. In den Handlauf aus Stahl wird eine LED-Lichtleiste integriert, die für die notwendige Bodenbeleuchtung für Fußgänger sorgt und die Brücken darüber hinaus nachts als präzise Linien in Szene setzt.
Durch die beiden Brücken kann der West-Teil des Areals weiterentwickelt und bebaut werden, ohne dass die Qualität des Standorts für die neuen Inselbewohner beeinträchtigt wird.

11.07.2014
Eröffnung Villa Blankenheim

Die vom Frankfurter Architekturbüro schneider+schumacher, in Zusammenarbeit mit GTL Landschaftsarchitekten und Bollinger und Grohmann, realisierte skulpturale und begehbare Installation „Römervilla Blankenheim“ wird heute feierlich eröffnet.

2010 hatte die Gemeinde Blankenheim zusammen mit der Regionale 2010 Agentur einen begrenzten architektonischen und landschaftsplanerischen Realisierungswettbewerb ausgeschrieben, aus dem der behutsame Entwurf von schneider+schumacher mit dem ersten Platz hervorging.

Aufgabe war es, den ehemaligen römischen Gutshof - die sogenannte „Villa rustica“ – wieder erlebbar zumachen. Durch eine transparente Konstruktion aus vorgefertigten CorTen-Stahllamellen ergeben sich Verweilqualitäten, Informationsmöglichkeiten und insbesondere ein landschaftliches Raumerlebnis der besonderen Art. Die primäre Tragkonstruktion des Stahlbaus besteht aus einer biegesteifen Rahmenkonstruktion im Bereich der Stützen zwischen denen Vollstahlprofile spannen, auf die die Lamellen aufgefädelt und verschweißt wurden. Es wurde sich eines wetterfesten Baustahls (COR-TEN B) bedient, der unbehandelt der natürlichen Witterung ausgesetzt wird, wodurch eine oberflächliche Abrostung zugelassen wird, die eine Sperrschicht bildet und das Material vor einer fortschreitenden Korrosion schützt.

„Mit dieser Arbeit liegt ein Entwurf vor, der den historischen Ort in seiner besonderen Dimension und Bedeutung großzügig, klar und sauber ohne historisierende Rückgriffe ablesbar macht.“ (aus dem Juryprotokoll)

03.07.2014
Sanierung der Ausstellungshallen auf der Mathildenhöhe

schneider+schumacher wurden im Rahmen eines VOF-Verfahrens ausgewählt, das Ausstellungsgebäude (1908, Joseph Maria Olbrich) auf der Mathildenhöhe Darmstadt zu sanieren. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis zum Ausbruch des 1. Weltkriegs fanden dort diverse Ausstellungen der Darmstädter Künstlerkolonie statt. Das größte Gebäude dieses weltweit einzigartigen Jugendstilensembles nutzt das Institut Mathildenhöhe für wechselnde Ausstellungen.
Ziel der bevorstehenden Generalsanierung ist es, neben der Einsparung von Betriebskosten weitgehend flexible Ausstellungskonzepte mit zeitgemäßer Ausstellungstechnik zu ermöglichen und dabei alle Forderungen des Denkmalschutzes einzuhalten. Der integrale Planungsansatz wird aus Mitteln der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert. Die DBU unterstützt neben den Maßnahmen zur Energieeffizienz von Gebäuden auch den Erhalt von Kulturgütern, deren ressourcenschonende Sanierung Modellcharakter besitzt. Dies bezieht sich sowohl auf aktive Komponenten, wie moderne und energieeffiziente Anlagentechnik, die direkt helfen, Energie einzusparen, als auch auf passive, bauseitige Komponenten, wie Dämmsysteme, innovative Baustoffe oder Passivbaukonzepte. Die vorliegende Sanierungsplanung für die Ausstellungshallen der Mathildenhöhe Darmstadt nimmt sich dieser Aspekte auf vorbildhafte Weise an.

16.06.2014
"Tag der Architektur" bei Hager

„Architektur bewegt“ – Unter diesem Motto startet der diesjährige „Tag der Architektur“ im Saarland. Aus diesem Anlass öffnet das normalerweise für Besucher nicht zugängliche Entwicklungs- und Bürogebäude der Firma Hager am Samstag und Sonntag, den 28.06. und 29.06.14 von 10 – 13 Uhr für Architekturfans und Bauinteressierte seine Türen. Abschließend zu diesem Wochenende lädt am Sonntag, ab 11 Uhr der BDIA Rheinland-Pfalz/Saarland und die Architektenkammer Saarland zur Veranstaltung „INNENarchitekturOFFEN“ ein. Architekt Prof. Michael Schumacher vom Frankfurter Büro schneider+schumacher gewährt am Sonntag um 14 Uhr auf dem Theaterschiff Maria Helena am Osthafen, einen Einblick in die Arbeit des Büros, das mit so unterschiedlichen Projekten wie der Erweiterung des Städel Museums in Frankfurt für Aufsehen sorgt.

Das neue Entwicklungs- und Bürogebäude 12 der Firma Hager befindet sich gegenüber dem Gebäude „Euramis“ und grenzt im Süden an eine Logistikhalle. Der repräsentative Haupteingang ist barrierefrei vom zentralen Vorplatz zugänglich. Das neue Gebäude 12 gliedert sich in einen zweigeschossigen Bürotrakt und eine Werkhalle. Verglaste Öffnungen ermöglichen Sichtbezüge. Die Halle ist durch mobile Arbeitstribünen unterteilt, die als zusätzliche Nutz- und Lagerflächen dienen. Die Fassade  gliedert sich in regelmäßige, vertikale Streifen: Weiße Fertigteilwände wechseln mit Raum hoch verglasten Fensterflächen ab. Es gibt direkte Verbindungen zu den umliegenden Gebäuden.

16.06.2014
"Tag der Architektur" bei der Autobahnkirche Siegerland

„Architektur bewegt“ – Unter diesem Motto startet der diesjährige „Tag der Architektur“ in Nordrhein-Westfalen. schneider+schumacher lädt aus diesem Anlass am Samstag, den 28.06.14 in die Autobahnkirche Siegerland ein. Die Kirche liegt direkt am Autohof Wilnsdorf und ist über die A45 (Ausfahrt 23) zu erreichen. Die Bauleiterin Kerstin Högel bietet am Samstag in der Zeit von 14 – 16.30 Uhr drei halbstündige Führungen an, in der sie die Idee der Kirche sowie die Ausführung des Baus aus architektonischer Sicht erläutert. Am Sonntag ist die Kirche wie gewohnt 24 Stunden für Besucher geöffnet.

Im März 2009 gewann das Frankfurter Architekturbüro schneider+schumacher einen Wettbewerb, den der eigens für dieses Bauvorhaben gegründete Förderverein Autobahnkirche Siegerland ausgeschrieben hatte. Die 2013 eröffnete Kirche präsentiert sich sowohl zur Autobahn als auch zum Autohof als stilisierte weiße Silhouette einer traditionellen Dorfkirche. Das filigrane Holz-Gewölbe im Inneren der Kirche zeigt sich ähnlich einer feingliedrigen Kreuzrippen-Struktur. „Die äußere Form ist abstrakt, signalisiert aber distanzlos direkt, ich bin eine Kirche!“, so der Architekt Prof. Michael Schumacher. Die Autobahnkirche hat im vergangenen Jahr viel Anerkennung erfahren und einige Preise gewonnen. Am 06.05.2014 feierte die Autobahnkirche ihr einjähriges Bestehen. Der Verein überzeugt immer wieder mit schönen Events, wie einem Klangfloating, das die Kirche in ein wahres Hörvergnügen verwandelt.

06.05.2014
Einjähriges Bestehen der Autobahnkirche Siegerland

Am Dienstag den 06. Mai lädt der Verein zum Pressegespräch anlässlich des ersten Geburtstages unserer Autobahnkirche Siegerland ein.

Ab 15 Uhr
Autohof Wilnsdorf, A45 (Ausfahrt 23) Elkersberg
57234 Wilnsdorf

Am 18. Mai findet ein besonderes Highlight in der Autobahnkirche statt. Ein "Klangfloating" wird die Kirche mit besonderen Tönen durchfluten. Weitere Veranstaltungen sind am 28. und 29. Juni, an denen die Autobahnkirche ihre Türen für den "Tag der Architektur" und am 06. Juli zum "Tag der Autobahnkirchen" öffnet.

07.09.2013
Ein Aussichtsturm für die Biennale in Antalya

What are You looking at?
Zum zweiten Mal findet vom 7. September bis zum 7. Oktober 2013 die Internationale Architekturbiennale mit dem Thema Sablon/Template in Antalya statt. Schablonen, die das tägliche Leben beeinflussen und bedingen und darüber hinaus in die gebaute Umwelt hineinfließen. Dazu gehört auch die Frage nach dem Verhältnis zwischen permanenten und temporären Konzepten, die Stadtlandschaften bereichern und gedanklich und baulich erweitern können.

Der Gedanke
Die drei Frankfurter Architekturbüros INDEX, Just/Burgeff und schneider+schumacher haben in Zusammenarbeit mit Bollinger+Grohmann ein gemeinsames Projekt entwickelt, das die Skyline ihrer Heimatstadt Frankfurt mit der türkischen Großstadt am Meer verbindet. Die historische Mauer wird in einen neuen Zusammenhang gesetzt und ihre Funktion wird durch die Installation erweitert: Ein neuer Horizont und Blick auf die Stadt.

Die Formfindung
Die alten Hafenmauern, deren Ursprünge auf das erste nachchristliche Jahrhundert zurückgehen und die vom Glanz zurückliegender Zeiten kunden, dienen als Formgrundlage, indem ein imaginären Abdruck angefertigt wurde. Dieser wurde gedoppelt und führte zur Form des Turms. Die Installation besetzt die markante Mole, die den Hafen vor dem offenen Meer schützt. Die Richtung des Laufsteges auf der Mole wird dabei in ein begehbares Turmbauwerk übersetzt, das in seiner Spitze quer zu der Mole orientiert ist. Aus der Geste des Schutzes und Abgrenzung wird so eine Geste der Öffnung und Verbindung. Über eine im Turm liegende Treppe gelangt man auf eine Aussichtsplattform, bei der es zwei Ausblickrichtungen gibt: die aufs Meer und die in die Stadt. Aufgebaut ist der Turm aus einer kombinierten Holz-/Stahl-Konstruktion bei der die vertikalen Flanken opak und die geneigten Flächen transluzent verkleidet werden. In der Wahrnehmung von außen wirkt der Turm dadurch skulptural emblematisch und beim Aufstieg über die innere Treppe baut sich eine Spannung bis zum ungestörten Ausblick auf.

29.08.2013
"Haus der Philanthropie" öffnet seine Pforten

Gemeinsam mit Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz eröffneten Dr. Werner Bauch, Vorstandsvorsitzender Plan International Deutschland, und Maike Röttger, Geschäftsführerin Plan International Deutschland, am Donnerstag, den 29.08.2013 das neue "Haus der Philanthropie" in Hamburg.

Das Frankfurter Architekturbüro schneider+schumacher hat gemeinsam mit designfunktion den neuen Sitz Plan International Deutschland e.V. gestaltet. Die 1937 gegründete Stiftung Hilfe mit Plan hatte 2011 den in Hamburg-Barmbek stehenden Bürokomplex erworben. Plan International ist ein Kinderhilfswerk, das in über 50 Ländern weltweit nachhaltige und kinderorientierte Hilfsprojekte organisiert. Aus der Zusammenarbeit ist ein Gebäude mit eigener Handschrift entstanden ­ das Haus der Philanthropie. Das Gebäude der “Stiftung Hilfe mit Plan“ stammt aus den 1970er Jahren, wurde in den 1980er Jahren aufgestockt und in den 1990er Jahren um einen zweiten Gebäudeteil erweitert. Es liegt an der Bramfelder Straße- Ecke Krausestraße, einer verkehrsreichen Straßenkreuzung in Hamburg Barmbek. Grundlage des Gestaltungskonzepts für das gesamte Haus sind die Länder, in denen Plan tätig ist, mit ihren spezifischen, intensiven Farben. Das Foyer hat das vereinende Thema “one world“, mit den Farben der Erde (blau, grün, sand, braun). Es schafft mit dem Innenraumkonzept „one world“ eine freundliche Atmosphäre, die die „ganze Welt“ widerspiegelt und in der sich nicht nur die Mitarbeiter und Besucher wohlfühlen. Im Zuge der Sanierung wurden Büros zu einem Konferenz- und Cafeteria-Bereich umgebaut, die Büroflächen im gesamten Gebäude neu organisiert, die Fassaden energetisch saniert und zwei neue Vordächer errichtet. Der Konferenz- und Cafeteria-Bereich im Erdgeschoss kann auch von anderen Organisationen und Firmen für Workshops oder Seminare kostengünstig gemietet werden.

24.06.2013
schneider+schumacher erhalten Architekturpreis „Nike“

Der Erweiterungsbau des Städel Museum Frankfurt wurde am 21.06.2013 mit dem Architekturpreis des Bundes Deutscher Architekten BDA mit einer „Nike“ in der Kategorie „Neuerung“ ausgezeichnet.

Prof. Michael Schumacher nahm den Preis gemeinsam mit Till Schneider sowie dem Bauherren, Museumsdirektor Max Hollein,entgegen. Zum dritten Mal verlieh der BDA die Auszeichnung, die gleichermaßen Architekten und Bauherren für eine besondere Qualität in Architektur und Städtebau würdigt und deren Vielfalt verdeutlicht. In sieben Kategorien, die wesentliche Elemente guter Architektur beschreiben, wurden Auszeichnungen in Form einer „Nike“ vergeben:Symbolik, Atmosphäre, Fügung, Komposition, Neuerung, soziales Engagement sowie die Sonderkategorie „Klassik-Nike“. Diese erhielt das Olympia Dorf München aus dem Jahr 1972. Laudator Dr. Roman Hollenstein über das ausgezeichnete Projekt: „Der Gartensaal genannte Trakt bereichert das Städel Museum um eine formal, funktional und ökologisch neuartige Architektur. Seine äußere Erscheinung ordnet sich dem Stadtbild unter und verweigert sich dem allgemeinen Trend zum spektakulären Solitär, ohne auf eigenen Ausdruck zu verzichten. Und die bis auf die Decke ganz neutrale Halle bietet trotz unterirdischer Lage ideale Bedingungen für die Präsentation zeitgenössischer Kunst.“

Die Nominierung der Projekte war direkt durch die BDA-Landesverbände erfolgt.

26.05.2013
Eröffnung der Autobahnkirche Siegerland

Eröffnung der Autobahnkirche Siegerland / Einladung zur Pressekonferenz

Am 26.05.2013 wird die neu erbaute Autobahnkirche Siegerland an der A45 feierlich eröffnet. Die Pressekonferenz findet vorab am 13.05.2013 in der Kirche selbst statt.Die neue Autobahnkirche liegt am Autohof Wilnsdorf und wird als ökumenische Kirche die 40. Autobahnkirche Deutschlands sein. In den Autobahnkirchen in Deutschland wurden 2012 insgesamt über eine Mio. Besucher aus aller Welt gezählt.Der Entwurf für die neue Kirche stammt vom Frankfurter Architekturbüro schneider+schumacher. Michael Schumacher präsentierte das Projekt im Rahmen eines eingeladenen Wettbewerbes 2009 als Synthese aus einer abstrakten Emblematik außen, die es mit der ästhetisch rüden Umgebung des Autohofs aufnehmen kann und einer kontemplativen Innerlichkeit. schneider+schumacher erregten weltweit Aufsehen in der Architektenszene durch die legendäre Info Box am Potsdamer Platz in Berlin und durch die vor einem Jahr eröffnete Erweiterung von Frankfurts prominentestem Museum, dem Städel.Die Kirche bietet Platz für ca. 50 Personen. Ökumenische Andachten sind ebenso angedacht wie kulturelle Veranstaltungen, die sich für dieses Gotteshaus eignen, etwa Lesungen mit passender Musik und anderes.Entstanden ist das Bauwerk durch rein privates Engagement, finanziert durch zahlreiche großherzige Spenden vieler Menschen.Am Anfang stand eine Vision, die Hanneliese und Hartmut Hering bei dem Besuch einer Autobahnkirche in Süddeutschland hatten.

Ein Blick auf die Landkarte zeigte, dass vom Siegerland aus betrachtet, die nächsten Autobahnkirchen im Raum Münster bzw. Wiesbaden liegen und ein solcher Ort der Ruhe an der viel befahrenen A45 fehlte. Der Förderverein Autobahnkirche Siegerland e. V. unter Vorsitz von Hartmut Hering und Ute Pohl wurde gegründet mit der Absicht, eine einmalige Kirche zu schaffen.Um die Kosten allein aus Spendengeldern finanzieren zu können, führte vor allem der erste Vorsitzende des Fördervereins, Hartmut Hering, zahlreiche Gespräche. Er fand offene Ohren und Herzen für das Projekt und mit Zuversicht auf eine Gesamtfinanzierung konnte der erste Spatenstich am 1. März 2011 vollzogen werden. Im Laufe der Bauzeit mussten weitere Spender gefunden werden, um die Gesamtsumme aufzubringen.Das architektonische Konzept überzeugte von Anfang an:Die dreidimensionale Umsetzung des Kirchen-Piktogrammspräsentiert sich sowohl zur Autobahn als auch zumAutohof als stilisierte weiße Silhouette einertraditionellen Dorfkirche. Die Innenkuppel öffnet sich zum Altarbereich, inden nur von oben, durch die beiden Turmspitzen, natürliches Licht einfällt.Das filigrane Holz-Gewölbe zeigt sich ähnlich einer feingliedrigenKreuzrippen-Struktur.

Wir hoffen, mit dem Bau unserer Autobahnkirche viele Menschen zu erreichen:Reisende, Berufskraftfahrer und auch Menschen aus der Region. In unsererhektischen Zeit soll das Haus allen die Möglichkeit zur Einkehr bei Gott,zum Innehalten und zum stillen Gebet eröffnen.

Pressekonferenz vor Eröffnung mit Möglichkeit von Foto/FilmaufnahmenTermin: Montag, 13.05.2013, 11:00 - 13:00 Uhr
Ort: Autobahnkirche Siegerland, Autohof Wilnsdorf (Ausfahrt 23),Elkersberg, 57234 Wilnsdorf
Gesprächspartner:
- Architekt Prof. Michael Schumacher (schneider+schumacher, Frankfurt)
- Bauherren Hartmut Hering und Ute Pohl (Vorsitzende des FördervereinsAutobahnkirche Siegerland e.V.)Organisation

Pressekonferenz:Bitte geben Sie uns eine Rückmeldung, ob Sie an der Pressekonferenzteilnehmen, da die Räumlichkeiten in der Kirche beschränkt sind.
Kontakt Bauherr:Ute Pohl, 2. Vorsitzende des Fördervereins Autobahnkirche Siegerland e. V.Tel. 02736. 67 16, autobahnkirche-siegerland@remove.this.gmx.de
www.autobahnkirche-siegerland.de
Kontakt Architekt:Daniela Kupetz, Public Relations, schneider+schumacher,Frankfurt/Tianjin/WienTel. 069. 25 62 62 844, daniela.kupetz@schneider-schumacher.dewww.schneider-schumacher.de

20.05.2013
Eröffnung der Ölhafenbrücke Raunheim

Städelarchitekten stellen in Raunheim Verbindung her Einweihung der Ölhafenbrücke Raunheim am Pfingstmontag/ Entwurf für skulpturale Brücke stammt von schneider+schumacher

Die Ölhafenbrücke Raunheim wird am Pfingstmontag, 20.05.2013, feierlich eingeweiht. Sie stellt in vielerlei Hinsicht Verbindungen her: räumlich, gestalterisch und interdisziplinär. Der Entwurf stammt vom Frankfurter Architekturbüro schneider+schumacher, das durch den Erweiterungsneubau des Frankfurter Städel Museums internationale Anerkennung erfuhr. Die weiße Konstruktion der neuen Ölhafenbrücke stellt sich elegant geschwungen dar. Mit einer als Spirale ausgebildeten Auf- bzw. Abfahrt überbrückt sie die 70 m breite Raunheimer Hafenzufahrt und einer Gesamtlänge von 170 m.

Seit 1965 stellt die skulpturale Brücke damit erstmals die Verbindung des traditionellen Fuß- und Radwegenetzes Mainz - Frankfurt - Aschaffenburg auf der südlichen Mainseite wieder her. „Ein Band, das wie ein geschwungener Pinselstrich beide Seiten des Raunheimer Ölhafens verbindet“, war laut Prof. Michael Schumacher (Architekt und Inhaber des Büros) Leitgedanke des Gestaltungskonzepts. Aufgrund der Lagerung hochentzündlicher Stoffe im Tanklager, bestimmten zudem hohe Schutzanforderungen Entwurf und Planung. Ergebnis der Verbindung von Gestaltungskonzept und Sicherheitsanforderungen ist die elegant geschwungene, skulpturale Gestalt der Brücke: „Aus der geforderten Schutzfunktion entsteht durch die besondere Gestaltung eine schwungvolle und dynamische Brücke die ein wichtiges und freudvolles Verbindungsstück für den Rad- und Wanderweg am Main entlang darstellt.“ (Prof. Michael Schumacher) Die Auf- bzw. Abfahrt ist als Spirale (Durchmesser 14 m) aus weißem Beton ausgebildet.

Die Spirale baut sich auf der dem Ölhafen zugewandten Seite zu einer weich geschwungenen, hohen Sicherheitswand auf und trägt somit den Schutzanforderungen Rechnung. Zur Mainseite hin gibt sich die Brücke hingegen offen und lässt den direkten Blick auf den Main zu. Nach einer kompletten Kreisbewegung geht die Spirale in eine ebenfalls weiße, grazil geschwungene Stahlkonstruktion über, die den Fluss überbrückt.   Die Bücke fügt sich elegant in ihre Umgebung ein. Sowohl Farbe als auch Gestalt stellen diskret die Verbindung zum Hafenumfeld her: Der weiße Anstrich des Bauwerkes passt zur weißen Hülle der Tanks im Lagerhafen; das große Rondell nimmt von oben betrachtet die Form der Tankbehälter auf. Zudem wird durch die Verwendung eines homogenen Lackes das Wasser unter der Brücke reflektiert und die Brücke optisch am Ort verankert. Der Bodenbelag wird dem dunklen Asphalt, der auf die Brücke zuführt, nachempfunden. So bleibt der Weg beim Übergang auf die Brücke klar erkennbar und verstärkt durch den Hell-Dunkel-Kontrast deren Schwung. Um die Stabilität der Konstruktion zu gewährleisten, war es notwendig, die Brückenfundamente bis zu 20 m tief in die Erde zu treiben. Die Architekten von schneider+schumacher erarbeiteten gemeinsam mit den Ingenieuren von Schüßler-Plan im interdisziplinären Verbund Konzept und Tragwerkskonstruktion der insgesamt 170 m langen Brücke. Es handelt sich um eine „integrale“ Brücke, d.h. ihre Überbauten (z.B. Fahrbahnplatte) sind fest mit den sich kreuzenden Stützen der Brücke verbunden. An den Brückenköpfen ist der Überbau in Widerlager aus Stahlbeton eingespannt. Durch die integrale Konstruktion können einerseits Biegemomente vermindert werden, andererseits lässt sich auf diese Weise eine größere Stützweite erreichen.

Technische Daten

Typologie: Verkehrsbauwerk, Rad- und Fußgängerbrücke
Aufgabe: Neubau einer Rad-und Fußgängerbrücke unter Beachtung besonders hoher Sicherheitsanforderungen
Standort: Raunheim/Kelsterbach, Hessen
Bauherr: Stadt Raunheim (Drei gewinnt. Interkommunaler Stadtumbau Rüsselsheim, Raunheim, Kelsterbach)
Architektur: schneider+schumacher Planungsgesellschaft mbH
Projektarchitekt: Michael Schumacher
PL Planung: Karlo Filipovic
Mitarbeiter: Christian Simons, Kyriakos Chatziparaskevas
Entwurfsbearbeitung/ Konstruktion: Schüssler Plan Ingenieurgesellschaft mbH Projektsteuerung:NH ProjektStadt
Vergabeform: Studie, zus. mit Schüssler Plan Ingenieurgesellschaft mbH LPH (HOAI): 1–3, 5 teilweise
Planungszeitraum: 07/2009–12/2009
Realisierungszeitraum: 2012–05/2013

16.04.2013
Das „Rüdesheimer Rad“ von schneider+schumacher gewinnt Wettbewerb neue Talstation in Rüdesheim

Beim Wettbewerb um die neue Talstation der Seilbahn zum Niederwalddenkmal in Rüdesheim am Rhein wurde das ‚Rüdesheimer Rad‘ von schneider+schumacher mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Elf Büros nahmen am geladenen Realisierungswettbewerb teil, der am 10.04.2013 entschieden wurde.

Die Herausforderung der Wettbewerbsaufgabe lag darin, unter engen wirtschaftlichen und räumlichen Rahmenbedingungen einen neuen markanten und barrierefreien Zugang zur Seilbahn zu ermöglichen, die mitten in der Rüdesheimer Altstadt liegt. Zurzeit liegt dieser rund zwei Geschosse über  Platzniveau.  

Der grundlegende Entwurfsgedanke von schneider+schumacher ist es, die Bahn zu den Menschen zu bringen und nicht die Menschen zur Bahn. Ein direkter Zugang zu den Gondeln, mit denen die Passagiere zum Niederwalddenkmal hinauffahren, ermöglicht kurze Wege, leichtes Verständnis, die Nutzung des Vorplatzes als Stauraum, sofortige Sichtbarkeit der Bahn, kontrollierten Zugang und vermeidet konkurrierende Passagierströme, Umsteigesituationen und daraus resultierende Komplikation des eigentlich einfachen Seilbahnfahrens. 

Gleichzeitig eröffnet sich aus diesem Grundgedanken die Möglichkeit, die Seilbahn mit einem imagehaften Zeichen /zeichenhaften Bauteil zu ergänzen und so ein unverwechselbares Bild der Seilbahn zu erzeugen, das im Stadtraum präsent ist und für die Seilbahn Rüdesheim steht: das „Rüdesheimer Rad“.   „Die Idee des Rüdesheimer Rads überzeugt“, so die Jury unter Vorsitz von Prof. Ernst-Ulrich Scheffler. Es wirkt „signethaft markant“, die „Investitionskosten in die Seilbahntechnik werden durch einen sehr niedrigen Neubauanteil kompensiert.“ Das ‚Rüdesheimer Rad‘ könnte eine neue touristische Attraktion werden, die die Gondelfahrer bei An- und Abfahrt ihrer Reise zum Niederwalddenkmal auf beeindruckende Weise erleben.

Auslober: Rüdesheimer Seilbahngesellschaft mbH, Bayer, Opitz & Co. KG, Oberstraße 37 35385 Rüdesheim, vertreten durch Herrn Rainer Orben Wettbewerbsorganisation: ANP — Architektur und Nutzungsplanung, Kassel Offizielle Website: www.wb-talstation-niederwalddenkmal.de

07.12.2012
schneider+schumacher gewinnt 1. Preis bei städtebaulichen Wettbewerb Knielingen in Karlsruhe

Beim einstufigen, nicht offenen Realisierungswettbewerb „Wohnen in Karlsruhe: KNIELINGEN 2.0“ von der Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH gewann schneider+schumacher den ersten Preis. Die Aufgabenstellung für die insgesamt 25 Teilnehmer umfasste ein städtebauliches Gesamtkonzept von vier Baufeldern entlang der Eggensteiner Straße im neuen Stadtteil Knielingen im Nordwesten von Karlsruhe. Darüber hinaus sollte ein Bauwerks- und Freianlagenkonzept der projektierten Wohngebäude erarbeitet werden.

Der prämierte Entwurf von schneider+schumacher sieht eine teppichartige, maximal dreigeschossige Struktur vor, die sich von den nordwestlichen und südöstlichen Rändern zur Mitte hin auflockert, während sich das Gebiet an den Rändern zur Eggensteiner Straße und Planstraße 5 durch deutlich akzentuierte Kanten abschließt. Die geforderte Mischung von Wohnungsgrößen wird in einer Hoftypologie abgebildet, bei der auch die kleinen Einheiten bereits als eigene Häuser mit dazugehöriger Hoffläche erscheinen. Die hohe Dichte des Quartiers wird durch jedem Haus zugeordnete grüne Höfe aufgelockert, sodass eine verzahnte Struktur von Gebäuden, privaten Gärten und Höfen entsteht, die durch feingliedrige Erschließungswege verbunden sind.

Die Preisverleihung findet heute um 16 Uhr in Knielingen statt.

FAKTEN
Architekt: schneider+schumacher StädteBauProjekte GmbH&Co. KG
Team: Nikolai Hemmerich, Clara de las Moras Hervella, Till Schneider, Witali Suchan, Bettina Richter, Paola Wechs, Joachim Wendt
Wettbewerb: einstufiger, nicht offener Realisierungswettbewerb
Auslober: Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH

04.12.2012
schneider+schumacher gewinnt 1. Preis bei Wettbewerb in Tianjin/China

Bei dem Internationalen Wettbewerb „Teda High School in Tianjin, China“, ausgelobt von der Stadt Tianjin, gewann schneider+schumacher den ersten Preis. Mit dem Vorschlag, die seit den frühen 80er Jahren bestehende Schule nicht nur teilweise, sondern komplett neu zu bauen, konnte der Entwurf überzeugen.

Für schneider+schumacher mit Hauptsitz in Frankfurt und Büros in Tianjin, China und Wien, Österreich ist es bereits das zweite Projekt in China. Kurz vor Baubeginn steht das ebenfalls über einen Wettbewerb gewonnene Civic Centre in Hangzhou.

Über den Entwurf der neuen Tianjin Teda School:
Das Grundstück liegt in zentraler Innenstadtlage in Tianjins Wirtschaftsentwicklungszone Teda im Binhai District. Die Bestandsschule genießt dort einen äußerst guten Ruf und trägt bezeichnenderweise den Namen 'Teda Nr. 1 School'.

Die Aufgabenstellung forderte zwei Konzepte. Einerseits sollte im Hauptkonzept nur ein Teil der Bestandsgebäude durch Neubauten ersetzt und die übrigen Gebäude revitalisiert werden. Andererseits sollte im Ideenkonzept ein Vorschlag erarbeitet werden, wie die Schule aussehen könnte, wenn man komplett neu und ohne Bestandsvorgaben bauen würde.

Die Entwurfsstrategie von schneider+schumacher, das Haupt- und Ideenkonzept zu verbinden und ein schlüssiges Bauphasenkonzept zu entwickeln, hat sowohl Jury als auch Kommunalpolitik schließlich einstimmig überzeugt, nicht nur einen Teil, sondern doch die gesamte Schule neu zu bauen.

Der Entwurf sieht einen einzigen, fünfgeschossigen Baukörper mit einer Fläche von etwa 63.000 qm vor, der über einen 180m langen Korridor – das ‚Rückgrat‘ der Schule – alle Funktionsbereiche zentral miteinander in Verbindung setzt. Dieses Rückgrat bietet – neben seiner reinen Verkehrsfunktion – Aufenthaltsqualität und stellt den zukünftigen Schülern damit einen Raum zum alltäglichen, informellen Treffen und KommunizierenzurVerfügung–einbesonderesMerkmal,dastraditionellen chinesischen Schulen fehlt. In den Obergeschossen mäandrieren die Verbindungsbrücken durch die roten Treppenwände hindurch und nehmen dadurch Bezug auf ‚Liu Shang Qu Shui‘, eine überlieferte chinesische Geschichte um das gemeinsame Erdenken, Austauschen und Weitergeben von Wissen.

Die Klassenräume für die insgesamt 2.700 Schüler sowie die Mensa, die Bibliothek, ein Veranstaltungssaal für 600 Personen und die Sporthalle schließen als klare Baukörper, die den umgebenden städtebaulichen Strukturen folgen, an diesen Korridor an. Durch seine strenge, teils stehende, teils liegende Glas- und Steinfassade hebt sich die Schule auch äußerlich von der Masse der chinesischen Schulen ab, und soll damit auch in Zukunft den exzellenten Ruf der Schule und ein anregendes Lernumfeld für Schüler und Lehrer sicherstellen.

Der Bau für die neuen Lehrgebäude für die Klassen 6 – 12 soll bereits Anfang 2013 beginnen, und die erste Bauphase bis Mitte 2014 abgeschlossen sein. 

24.10.2012
Städel Erweiterungsbau von schneider+schumacher gewinnt GOLD beim German Design Award 2013

Die Gewinner des German Design Award 2013 stehen fest. Die Expertenjury des Rat für Formgebung hat die herausragendsten Designs mit dem „Preis der Preise“ gekürt und den Städel Erweiterungsbau von schneider+schumacher in der Kategorie „Architecture and Interior Design“ mit GOLD gewürdigt.

Die Auszeichnung Gold steht für die Spitzenleistung des internationalen Designs. In jeder der 9 Kategorien des German Design Award wird nur einmal dieser besondere Titel vergeben.

Das Städel Projekt wurde im Juli beim best architects Award 13 ebenfalls ausgezeichnet und ist für den international bekannten Mies van der Rohe Award 2013 als einer der deutschen Beiträge nominiert.

Über 1.500 Einreichungen wurden der internationalen Fachjury im August 2012 in Frankfurt am Main präsentiert. Die 30-köpfige Jury des German Design Award 2013 setzt sich aus Designkennern unterschiedlicher Fachrichtungen zusammen. Diese kommen aus Wirtschaft, Wissenschaft sowie der Gestaltungsindustrie und sind anerkannte Kapazitäten auf ihren Gebieten.

Der Wettbewerb zielt darauf ab, innovative und internationale Gestaltungstrends aufzuspüren, aufzuzeigen und zu belohnen. Zur Nominierung für den German Design Award zugelassen sind ausschließlich Gestaltungen, die zukunftsweisend und marktfähig zugleich sind und deren Markteinführung nicht länger als fünf Jahre zurückliegt; Prototypen und Konzepte sind ebenfalls zugelassen. 2013 hat der Rat für Formgebung die Nominierungen in zehn neue Kategorien eingeteilt und den Wettbewerb damit strukturell erweitert. Dazu zählen neben „Architecture and Interior Design“ und „Transportation and Public Space“ unter anderem die Bereiche „Interactive User Experience“, „Working Spaces“ sowie „Audiovisual and Digital Media“.

Die Preisverleihung findet am 15. Februar 2013 im Rahmen der internationalen Konsumgütermesse Ambiente in Frankfurt statt. 

15.10.2012
Forschungs- und Entwicklungszentrum Fronius von schneider+schumacher gewinnt Bauherrenpreis in Österreich

Das Fronius Forschungs- und Entwicklungszentrum in Thalheim, Österreich von schneider+schumacher (Frankfurt/Wien) wurde mit dem Bauherrenpreis 2012 ausgezeichnet.

Aus insgesamt 109 eingereichten Bauten und Freiraumgestaltungen aus ganz Österreich hatten Nominierungsjurys pro Bundesland bis zu fünf Objekte vorgeschlagen, aus denen die Jury schließlich sechs Preisträger kürte.

Der Bauherrenpreis wird seit 1967 jährlich von der Zentralvereinigung der ArchitektInnen Österreichs vergeben und zählt zu den prestigereichsten Architekturpreisen im Land. Es werden damit Funktionalität, Formgebung und gesellschaftliche Relevanz vorbildlicher Bauwerke und Freiraumgestaltungen gewürdigt, für deren Konzeption und Ausführung das Engagement der Bauherrschaft und ihre Kooperation mit den PlanerInnen wesentlich zum Gelingen beitrugen.

Die Fronius International GmbH hatte im September 2006 einen internationalen Architektenwettbewerb ausgelobt. Der Entwurf von schneider+schumacher wurde mit dem 1. Preis ausgezeichnet.

Die Architektur vermittelt die Botschaft und die Haltung der Firma Fronius: Klarheit und Einfachheit in der Anordnung der Baukörper, offene und flexible Strukturen mit sehr guter Orientierung, eine Fassade, die einen deutlich positiven Beitrag zur Energiebilanz liefert und die Verwendung von erneuerbaren Energien. Natur- und Ressourcenschutz stehen im Vordergrund.

Architekt Till Schneider über das Projekt: „Von Anfang an ging es uns darum, ganz im Sinne des Bauherrn einen „Nährboden für uneingeschränkte Kreativität“ zu schaffen. Ein Gebäude als Werkstatt für neue Ideen, ein Ort des Austauschs. Wenn wir es schaffen, dass neben aller Funktion und technischen Raffinesse das Projekt als Ort der Begegnung und der Kommunikation verstanden, wenn die Architektur im positiven Sinne selbst fast unsichtbar wird, dann haben wir viel erreicht.“

Am 5. Oktober sind in Igls bei Innsbruck die diesjährigen Preisträger geehrt worden.

Fakten

Bauherr:
Fronius International GmbH
Generalplaner / Architektur:
schneider+schumacher Planungsgesellschaft mbH, Frankfurt a. M. und Wien Tragwerksplanung:
Bollinger + Grohmann Ingenieurbüro f. Bauwesen GmbH, Frankfurt a. M. und Wien Außenanlagen:
Gnüchtel Triebswetter Landschaftsarchitekten, Kassel 

28.09.2012
Autobahnkirche Siegerland von schneider+schumacher feiert Richtfest

Die von schneider+schumacher Architekten geplante Autobahnkirche Siegerland am Autohof in Wilnsdorf feiert am 28.09.2012 Richtfest.

Im März 2009 gewann schneider+schumacher einen Wettbewerb, den der eigens für dieses Bauvorhaben gegründete Förderverein Autobahnkirche Siegerland ausgeschrieben hatte. Die Initiative für das Bauprojekt war durch Hanneliese und Hartmut Hering nach einem Besuch einer Autobahnkirche in Süddeutschland entstanden. Ein Blick auf die Landkarte zeigte, dass die nächsten Autobahnkirchen im Raum Münster bzw. Wiesbaden liegen. Dem Siegerland und damit der viel befahrene A 45 fehlte ein solcher Ort.

Die dreidimensionale Umsetzung des Kirchen-Piktogramms präsentiert sich sowohl
zur Autobahn als auch zum Autohof als stilisierte weiße Silhouette einer traditionellen Dorfkirche. Die Innenkuppel öffnet sich zum Altarbereich, in den nur von oben, durch die beiden Turmspitzen, natürliches Licht einfällt. Das filigrane Holz-Gewölbe zeigt sich ähnlich einer feingliedrigen Kreuzrippen-Struktur.
Baubeginn war im März 2011 mit dem archaisch skulpturalen Beton-Fundament als Basis für die darüber liegende Holzständerbauweise der Kirche.
Die Fertigstellung der Kirche ist für Ende des Jahres 2012 geplant.

Bauherr:
Förderverein Autobahnkirche Siegerland e.V. I Tannenhügel 6 I 57299 Burbach Tel/Fax 02736.27100 I o-hap@t-online.de I www.autobahnkirche-siegerland.de

03.09.2012
Begehbare Installation an der römischen Villa Rustica von schneider+schumacher eingeweiht

Die vom Frankfurter Architekturbüro schneider+schumacher realisierte skulpturale, begehbare Installation „Villa Rustica“ feierte Richtfest in der Eifel.

2010 hatte die Gemeinde Blankenheim in Zusammenarbeit mit der Regionale 2010 Agentur einen begrenzten architektonischen und landschaftsplanerischen Realisierungswettbewerb ausgeschrieben, aus dem der behutsame Entwurf von schneider+schumacher mit dem ersten Platz hervorging. Aufgabe war es, den ehemaligen römischen Gutshof - die Villa rustica – wieder erlebbar zu machen.

Durch eine transparente Konstruktion aus vorgefertigten CorTen-Stahllamellen ergeben sich Verweilqualitäten, Informationsmöglichkeiten und insbesondere ein landschaftliche Raumerlebnis der besonderen Art. Die primäre Tragkonstruktion des Stahlbaus besteht aus einer biegesteifen Rahmenkonstruktion im Bereich der Stützen zwischen denen Vollstahlprofile spannen, auf die die Lamellen aufgefädelt und verschweißt wurden. Es wurde sich einem wetterfesten Baustahl (COR-TEN B) bedient, der unbehandelt der natürlichen Bewitterung ausgesetzt wird, wodurch eine oberflächliche Abrostung zugelassen wird, die eine Sperrschicht bildet und das Material vor einer fortschreitenden Korrosion schützt.

„Mit dieser Arbeit liegt ein Entwurf vor, der den historischen Ort in seiner besonderen Dimension und Bedeutung großzügig, klar und sauber ohne historisierende Rückgriffe ablesbar macht.“ (aus dem Juryprotokoll)

Projektpartner: B+G Ingenieure Bollinger und Grohmann GmbH, GTL Gnüchtel Triebswetter Landschaftsarchitekten GbR
Voraussichtliche Fertigstellung der Anlage mit Nebengebäuden und Aussenanlagen: Frühjahr 2013 

04.06.2012
Silvertower

Der Silvertower, im Jahr 1978 fertiggestellt und 1980 als Zentrale der Dresdner Bank AG in Betrieb genommen, steht als bedeutendes Hochhaus der Frankfurter Skyline am Jürgen-Ponto-Platz 1, an der Schnittstelle zwischen Bahnhofsviertel und City. Der ursprüngliche Entwurf stammt von ABB Architekten, Frankfurt. Die Dresdner Bank AG wurde ab 2009 in die Commerzbank AG eingegliedert. Aufgrund des daraus resultierenden reduzierten Flächenbedarfs war eine ursprünglich geplante Eigennutzung nicht mehr notwendig. Zum Jahreswechsel 2011/2012 wurde das Gebäude an ein Konsortium institutioneller Investoren unter Führung der IVG verkauft. Neuer Nutzer des Gebäudes ist die Deutsche Bahn AG. Um das Gebäude auf den neuesten technischen Stand zu bringen wurde eine Generalsanierung durchgeführt und schließlich von der DGNB mit Silber zertifiziert.

Gebäudebeschreibung
Der Grundriss beschreibt zwei gegeneinander verschobene Quadrate mit zwei außen liegenden Erschließungskernen. Das Hochhaus ist vertikal gegliedert in einen Sockelbereich mit einem zweigeschossigen Foyer (Ebene 01) und Konferenzräumen (Ebene 02), darauf (Ebene 03 - 04) folgen weitere Sondergeschosse mit Kantinen- und Küchennutzung. Die Regelgeschosse (Ebene 05 - 08 und Ebene10 - 29) werden geteilt durch eine zweigeschossige Technikebene (Ebene 09). Das Technikgeschoss zeichnet sich nach außen durch eine Einschnürung ab. In den Ebenen 30 und 31 befinden sich wiederum Sondergeschosse mit Besprechungs- und Konferenznutzung. Weitere Technikflächen befinden sich in den Ebenen 32 – 37.  In den außenliegenden Erschließungskernen befinden sich die Aufzüge, die Fluchttreppenhäuser, die WCs sowie die Versorgungsschächte.

Aufgabenstellung Generalsanierung
Um das Gebäude auf den neuesten technischen Stand zu bringen wurde eine Generalsanierung mit folgenden Maßnahmen durchgeführt: 
- Kernsanierung und Neugliederung der Regelgeschosse
- Komplettsanierung der Erschließungskerne
- Komplettsanierung der Elementfassaden und Dächer
- Umbau und Kernsanierung des Foyers
- Brandschutz- und Mängelsanierung sowie Rekonstruktion der Sondergeschosse
- Sanierung der haustechnischen Anlagen in den Untergeschossen und Techniketagen mit einer Integration funktionstüchtiger Anlagenteile aus dem Bestand.

Regelgeschossdecken
Aufgrund der großflächigen Regelgeschosse spielen die Decken-untersichten eine wichtige Rolle bei der neuen Raumgliederung. Das sehr regelmäßige und durchdachte Konstruktionsprinzip des Rohbaus (Unterzüge und Felder) wurde in die Neugestaltung der Decken auf-genommen und ablesbar gemacht. Der Deckenspiegel ist eine Kombination aus einer Metall- Bandrasterdecke im Bereich der quadratischen Deckenfelder und einer Gipskartonverkleidung im Bereich der Unterzüge. Das Gesamtbild der Decke zeichnet sich durch einen Wechsel von Hoch und Tief aus. Die tiefer liegenden, schmaleren Deckenstreifen unterhalb der Unterzüge gliedern die Deckenfläche und bilden große Deckenfelder, die ca. 30cm höher liegen. Im Bereich der Felder wurde die Decke als revisionierbare Heiz-Kühldecke aus Metall geplant, die akustisch wirksam ist. Die Deckenhöhe von 3,10 m im Feld verbessert die Raumproportionen und schafft einen großzügigen Raumeindruck.
Als Reminiszenz an die ursprüngliche Deckengestaltung wurden die Ecken der großen Deckenfelder gerundet ausgebildet und die Leuchten diagonal eingehängt. Die Entwurfsidee für die Belegungsplanung in Abstimmung mit dem Deckenspiegel war die Erstellung eines neuen Ausbaurasters, das vom bisherigen Gebäude- und Fassadenraster abweicht. Das neue Raster ist ein verdichtetes Ausbauraster im Bereich der Unterzüge, das vielfältige Raumgrößen ermöglicht. Innerhalb der Rasterstruktur kann eine Vielzahl von Raumvarianten entstehen, wobei die Systemtrennwände mit ihren Elementen auf das Raster abzustimmen sind. Im Gegensatz zur ursprünglichen ungeordneten Belegungsplanung sieht die neue Belegungsplanung bereits definierte Zonen vor, die in allen Varianten eine zugewiesene Nutzung beinhalten. Gegenüber dem Eingangsbereich befindet sich eine Freizone mit Empfang, der Meetingpoint mit Teeküche liegt im Zentrum der Geschossfläche.

28.02.2012
Die Architektur der Städel-Erweiterung

Das Städel hat im Herbst 2007 einen Wettbewerb zur Erweiterung des Museums ausgelobt, zu dem acht angesehene deutsche und internationale Architektenbüros eingeladen wurden. An dem Wettbewerb beteiligten sich Diller Scofidio + Renfro, New York; Gigon/Guyer Architekten, Zürich; Jabornegg & Pálffy, Architekten, Wien; Kuehn Malvezzi Architekten GmbH, Berlin; Sanaa Ltd / Kazuyo Sejima, Ryue Nishizawa & Associates, Tokio; schneider+schumacher Planungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main; UNStudio, Architekten, Amsterdam und Wandel Hoefer Lorch + Hirsch Müller, Frankfurt am Main. Eine internationale Jury unter dem Vorsitz von Louisa Hutton (Architektin BDA, Berlin) kürte im Februar 2008 den Entwurf der Frankfurter Architekten schneider+schumacher zum Sieger. „Ein Glücksfall“, schrieb die Presse anlässlich der Präsentation. „Ein leuchtendes Juwel am Tag, ein Lichtteppich in der Nacht“, lobte die Wettbewerbsjury.

Der Neubau schließt sich an den Anfang des 20. Jahrhunderts entstandenen Gartenflügel, den ersten Erweiterungsbau des 1878 am Schaumainkai fertig gestellten Museumsgebäudes, an. Im Gegensatz zu den bisherigen Erweiterungen wurde der neue Museumsanbau nicht oberirdisch realisiert, vielmehr platzierten schneider+schumacher die großzügige neue Museumshalle unter den Städel-Garten.

Das Gebäude wird über eine zentrale Achse vom Haupteingang auf der Mainseite erschlossen. Durch das Öffnen der beiden Bogenfelder rechts und links der Treppe im Hauptfoyer wird der Besucher auf das Niveau des Metzler-Foyers gelangen. Von hier führt eine Treppe in den unter dem Garten gelegenen 3.000 Quadratmeter großen Erweiterungsbau. Der Innenraum der Gartenhallen wird durch seine elegant geschwungene und leicht wirkende Decke charakterisiert, die ihn frei überspannt und auf nur 12 Stützen ruht. 195 Kreisrunde Oberlichter mit einem Durchmesser von 1,5 bis 2,5 Metern versorgen die Gartenhallen mit natürlichem Licht und breiten sich als einprägsames Muster über die Gartenfläche aus. Von außen definiert die begrünte und begehbare kuppelartige Aufwölbung den Garten neu und schafft ein architektonisches Markenzeichen. „Frankfurt erhält nicht nur ein besonderes, ein einzigartiges neues Ausstellungsgebäude“, befand die Wettbewerbsjury, „sondern darüber hinaus eines, das als ‚Green Building‘ auf der Höhe seiner Zeit ist.“ In den lichten, großzügigen Gartenhallen findet der Sammlungsbereich der Gegenwartskunst sein neues Zuhause.

TYPOLOGIE

Die innere Organisation des ersten historischen Gebäudes, des sogenannten Mainflügels, von Oskar Sommer am Schaumainkai von 1878 erfolgte auf der Grundlage einer zentralen Achse. In der Verlängerung dieser Achse wurde das Haus 1921 im Rahmen eines zweiten Bauabschnitts durch den Gartenflügel in der gleichen Typologie erweitert. Vor diesem Hintergrund erscheint es nur natürlich, das bewährte Prinzip aufzugreifen und das Raumkontinuum entlang der zentralen Achse über das Metzler-Foyer in die neuen Sammlungsräume zu erweitern.

DAS FOYER

Dem Eingangsbereich des Mainflügels und der dortigen Treppenanlage kommt bei der Erweiterung eine besondere Bedeutung zu. Durch das Öffnen der beiden Bogenfelder rechts und links der Haupttreppe gelangt der Besucher in den Gartenflügel auf das Niveau des Metzler-Foyers. Zusammen mit dem angrenzenden von Thomas Demand neu gestalteten Metzler-Saal dient das Metzler-Foyer auch weiterhin als Veranstaltungsbereich des Museums, wird darüber hinaus aber auch als Ausstellungsfläche nutzbar sein.

DIE GARTENHALLEN

Die neuen Sammlungsräume wurden unter dem Garten platziert. Der Zugang erfolgt über die zentrale, vom Metzler-Foyer zu den Gartenhallen führende Treppe. Der Innenraum der Gartenhallen wird durch seine elegant geschwungene und leicht wirkende Decke charakterisiert, die ihn frei überspannt. Hier findet die Sammlung der Gegenwartskunst ihr neues Zuhause. Ein modulares Wandsystem ermöglicht eine völlig flexible Ausstellungsarchitektur innerhalb der Gartenhallen.

LICHT/ATMOSPHÄRE

Die bestehenden Räume des Städel sind in ihrer Atmosphäre durch einen großen Anteil an natürlichem Licht geprägt. Die neuen Räume erhielten 195 kreisrunde Oberlichter mit einem Durchmesser von 1,5–2,5 Metern. Diese sorgen hier wie in den „alten“ Räumen für eine vom Tageslicht geprägte Atmosphäre. In den Öffnungen befindet sich ein Verschattungssystem, das direkte Sonneneinstrahlung verhindert. Verdunklungseinrichtungen bieten die Möglichkeit, das Tageslicht vollständig auszublenden. Die Grundbeleuchtung ist in die Oberlichter integriert. Einzelauslässe erlauben eine flexible Ausleuchtung der Ausstellungsobjekte.

DER GARTEN

Als Pendant zum Westflügel entsteht ein grünes Volumen auf der Ostseite mit ausreichend Durchblick zur Dürerstraße hin. Die Aufwölbung der Deckenschale wird von außen als ein fester Bestandteil der Topographie des neuen Gartens wahrgenommen. Sie wirkt verblüffend und selbstverständlich zugleich und stärkt das Städel in seiner architektonischen Identität. Die begrünte Kuppel hat die Kraft, einen eigenständigen Beitrag zur Architektur des historischen Städel-Komplexes zu leisten. Die Trennung zwischen Haus und Garten wird auf subtile Art aufgehoben. Durch die Verlängerung des Raumkontinuums bis in den Garten hinein kann dieser zudem als erweitertes Museumsfoyer begriffen werden. Entlang eines Rundwegs befinden sich Orte zum Verweilen, Skulpturen, intime Rückzugsbereiche und Flächen für Veranstaltungen. Davon kann auch die architektonische Beziehung zur Städelschule profitieren. Die Städelschule, welche im Rahmen der Baumaßnahme von schneider+schumacher saniert wurde, bietet der Südfassade des Gartenflügels ein angemessenes Gegenüber. In seiner neuen Gestalt spannt sich der Garten räumlich vom Gebäude, in dem die Kunst gesammelt, bis zum Hof des Gebäudes, in dem die neue Kunst erarbeitet wird. Das Museum, die Kunstschule, die Bibliothek, der Veranstaltungssaal und der Garten werden zu einem Ort des kulturellen Miteinanders. Dies wird als Ausdruck des nach vorne gewandten Stiftergedankens verstanden.

ENERGIEKONZEPT
WÄRME-/KÄLTEERZEUGUNG

Die Wärme- und Kälteerzeugung erfolgt mittels Erdpendelspeicher (Erdsondenbohrungen auf einer Tiefe von fast 90 Metern) und nachgeschalteter Wärmepumpe. Mit dem Erdpendelspeicher können saisonale Schwankungen des Energiebedarfes ausgeglichen werden. Im Weiteren können mit der Wärmepumpe die Beheizung und ein Teil der Kühlung des Museumsgebäudes mit erneuerbarer Energie erfolgen. Die Wärmeverteilung erfolgt über eine Fußbodenheizung. Die Kälteverteilung erfolgt über die nachfolgend beschriebene Lüftungsanlage und die aktivierte Betondecke.

KLIMATISIERUNG

Mit der geplanten Klimaanlage kann der neu geschaffene Ausstellungsraum gekühlt sowie be- und entfeuchtet werden. Die Lüftungsanlage ist mit einer hocheffizienten Wärmerückgewinnung ausgerüstet. Die Luftverteilung im Raum erfolgt über Wandquellauslässe. Die technischen Komponenten werden in der Technikzentrale neben den Ausstellungsräumen platziert. Durch die kompakte Bauweise im Erdreich, die Wärme-/Kälteerzeugung mit Erdpendelspeicher und Wärmepumpe und die große innere Speichermasse kann ein für den Museumsbetrieb optimales Raumklima mit minimalem Energieaufwand erzeugt werden.

TRAGWERK
ALTBAU

Die Erschließung und Anbindung der Erweiterung erfolgen über den bestehenden Gartenflügel. Dieser wurde in den Planungen mit außergewöhnlicher Sorgfalt in das neue Tragsystem eingebunden. Durch die Lage des Erweiterungsbaus – er befindet sich einige Meter unterhalb der alten Gründungsebene – wurden die bestehenden Fundamente unterfangen. Der Lastabtrag geschah über mittels Hochdruckinjektion präzise ins Erdreich eingeschnittene Wände und Kleinbohrpfähle. Die vorhandene wertvolle Bausubstanz wurde während der Bauzeit mit einer zusätzlichen Stahlkonstruktion versteift und abgefangen, damit der Verbindungsbau errichtet werden konnte.

ERWEITERUNGSBAU

Die neuen Gartenhallen werden zusammen mit den Depot- und Technikflächen von einem im Erdreich liegenden quaderförmigen Stahlbetonkörper gebildet, der in etwa die Abmessungen 76 x 52 Meter, bei einer Raumhöhe von 6–8 Metern hat. Seine frei geformte, perforierte Decke mit ihren begehbaren verglasten Öffnungen ermöglicht es, die neuen Ausstellungsflächen natürlich zu belichten. Die Deckenschale ist in einem mittleren Bereich von ca. 26 x 26 Metern bis zu 2,20 Meter kuppelförmig nach oben gewölbt. Der umlaufende, horizontale Deckenbereich steift diesen Kuppelbereich aus. Die Dicke dieser Stahlbeton-/Spannbetonkonstruktion variiert von 35 bis ca. 60 Zentimeter und ist den Beanspruchungen angepasst. Die Deckenschale ruht auf nur zwölf Innenstützen und den umlaufenden Stahlbetonaußenwänden. Die Gründung erfolgt auf einer tragenden Bodenplatte (h = 40 cm), die im Bereich der Stützen verstärkt ist. Auf Grund der Tiefe des Neubaus und des hohen Grundwasserstandes wird der Bau durch Betonzugpfähle gegen das „Aufschwimmen“ gesichert. Alle außen liegenden Betonkonstruktionen werden als „weiße Wanne“ ausgebildet, die um eine schwarze Abdichtung ergänzt wird.

ATBAUSANIERUNG

Im Zuge der Bauarbeiten anlässlich der Erweiterung des Städel Museums wurden zeitgleich vorhandene Mängel in den beiden Altbauflügeln beseitigt. Das gesamte Haus ist nun barrierefrei erschlossen, zusätzliche Fluchttreppen und -wege wurden eingerichtet und umfangreiche Brandschutzmaßnahmen getroffen. Die Einrichtung und Hängung der Sammlungen, die Raumaufteilung im historischen Altbau sowie das Beleuchtungskonzept der Galerieräume wurden umfassend modernisiert und an die Anforderungen eines modernen Museumsbetriebs im 21. Jahrhunderts angepasst. Zusätzlich wurden besucherorientierte Infrastrukturangebote wie eine neue Museumsbuchhandlung mit Shop und Café und die Städelbibliothek neu eingerichtet bzw. umfassend saniert.

DATEN UND FAKTEN


Bauherr: Städelsches Kunstinstitut
Projektsteuerung: Drees & Sommer GmbH Frankfurt
Architektur: schneider+schumacher Architekten
Tragwerksplanung: B+G Ingenieure / Bollinger und Grohmann GmbH
Haustechnik: IPB Ingenieurgesellschaft für Energie- & Gebäudetechnik (Erweiterung)
IBO Ingenieurbüro Dieter Bohlmann (Altbau)
IBFR Ingenieurbüro Freudl & Ruth GmbH & Co. KG (Erweiterung / Altbau)
Lichtplanung: LKL Licht Kunst Licht AG
Außenanlagen: Keller + Keller Landschaftsarchitekten BDLA
Brandschutz: Sachverständigenbüro für vorbeugenden Brandschutz hilla
Bodengutachten: BFM Baugrundinstitut Franke-Meißner und Partner GmbH
Vermessung: Grandjean & Kollegen ÖbVI
Bauphysik: TOHR Bauphysik GmbH & Co. KG
Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator: GefAS - Gesellschaft für Arbeitssicherheit mbH
Sachverständigenabnahmen: TÜV Rheinland
Prüfstatik: Ingenieursozietät Deutsch-Buckert-Thomas DBT
Rechtsberatung: MEK Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
Sicherheitsberatung: IfaS Sachverständigen- und Planungsbüro

Ausführende Firmen (Hauptgewerke):

Verbau-, Erd- und Wasserhaltungsmaßnahmen: Arge Bauer Spezialtiefbau GmbH, Müller Erdbau GmbH
Rohbau:  Ed. Züblin AG Direktion Frankfurt
Metallbauarbeiten (Oberlichter):seele sedak GmbH & Co. KG
Ausstellungswände: Baumgärtner GmbH
Haustechnik: YIT Germany GmbH Spinnler GmbH, YIT Germany GmbH Spinnler GmbH
Beleuchtung: Zumtobel Licht GmbH
Sicherheitstechnik: Bosch Sicherheitssysteme GmbH      
Landschaftsbauarbeiten: August Fichter GmbH


BGF (Bruttogrundfläche): Erweiterung 4.151 m2 / gesamt 24.726 m2
BRI (Bruttorauminhalt): Erweiterung 27.568 m3 / gesamt 115.535 m3

Abmessungen: Länge: 75,77 m (inkl. Flur + Nebenräume); 55,00 m nur Ausstellungshalle, Breite: 52,60 m (inkl. Flur); 47,60 m nur Ausstellungshalle, Höhe: 6,00 m bis 8,20m  

Planungszeit: 03/2008 – 12/2009
Bauzeit: 09/2009 – 02/2012

 

   
 

 

 

25.11.2010
Richtfest im Städel Museum

Fristgerechte Fertigstellung des Rohbaus des Erweiterungsbaus

(Frankfurt am Main, 25. November 2010) Das Städel Museum feiert heute das Richtfest für den Erweiterungsbau zur Präsentation der Kunst nach 1945. Der Rohbau des 3.000 qm umfassenden unterirdischen Gebäudes konnte nach einer nur 15-monatigen Bauzeit fristgerecht fertig gestellt werden. Mit dem Gießen des letzten Abschnitts der Decke, die seit August 2010 in fünf Abschnitten hergestellt wurde, ist ein weiterer Meilenstein der Bauarbeiten erreicht. Insgesamt wurden bisher rund 1.300 Kubikmeter Beton und 330 Tonnen Stahl verarbeitet. Der von den Frankfurter Architekten schneider+schumacher entworfene Museumsbau wird inmitten des Städel-Gartens durch seine markante kuppelförmige Decke mit kreisrunden Oberlichtern ein neues architektonisches Wahrzeichen bilden.

„Das zügige Voranschreiten des Projektes“, so Max Hollein, Direktor des Städel Museums, „verdanken wir der guten Zusammenarbeit aller beteiligten Partner: der Architekten, der Tragwerks- und Haustechnikplaner sowie der Projektsteuerer, der zahlreichen Baufirmen wie deren Mitarbeiter und nicht zuletzt der Städel-Mitarbeiter, die ebenfalls in vielen Bereichen in die Planung involviert sind.“

Die Finanzierung des Erweiterungsbaus ist auf 30 Millionen Euro veranschlagt, die Sanierung des Altbaus, die Hand in Hand mit der Errichtung des Neubaus geht, auf weitere mindestens 10 Millionen Euro. Von den insgesamt gut 40 Millionen Euro konnten dank Unterstützung durch die öffentliche Hand, durch Unternehmen, Stiftungen und Privatpersonen bisher bereits über 90 % gesichert werden. Die Spendenkampagne unter dem Motto „Frankfurt baut das neue Städel. Bauen Sie mit“ wurde im Herbst 2009 ins Leben gerufen. Sie wendet sich – ganz im Sinne des Stifters Johann Friedrich Städel – an die Bürgerinnen und Bürger Frankfurts und der Region und führt die Tradition des bürgerlichen Engagements im Städel Museum fort. Zu den zahlreichen Klein- und Großspenden, die dem Städel bisher zugute kamen, sind im Vorfeld des Richtfests eine Spende der Royal Bank of Scotland sowie eine private Spende in Höhe von 500.000 Euro hinzugekommen. „Wir fühlen uns allen Unterstützern der Städel- Erweiterung zu großem Dank verpflichtet. Nur durch die Förderung von jedem Einzelnen von ihnen können wir heute nach nur so kurzer Bauzeit das Richtfest feiern“, so Max Hollein.

„Wir können sehr stolz auf Frankfurt und seine Bürgerinnen und Bürger sein“, sagt Dr. h. c. Petra Roth, Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt. „Mit dem Erweiterungsprojekt zeigt die Stadt Frankfurt einmal mehr, dass Kultur für sie ein Gut ist, zu dem sie sich bekennt – und zwar nicht nur in Worten, sondern in Taten. Dass das neue Städel von Tag zu Tag deutlicher Gestalt annimmt, ist ein wunderbares Zeichen dafür“, so die Oberbürgermeisterin.

Im Zuge der Bauarbeiten musste mitunter große Flexibilität bewiesen werden: So haben beispielsweise Probebohrungen zur Installation der Geothermie-Anlage, über die der Erweiterungsbau klimatisiert wird, eine Änderung des ursprünglich geplanten Bohrverfahrens nach sich gezogen, da sich unterhalb des Städel eine unter Druck stehende Grundwasserschicht befindet. „Die hohen Erwartungen an die Ästhetik und Einmaligkeit des Erweiterungsbaus stellen zusammen mit dem hohen technischen Schwierigkeitsgrad und den komplexen konservatorischen Vorgaben eine große Herausforderung bei der Planung dar“, erläutert Prof. Michael Schumacher, einer der beiden Partner des Architekturbüros schneider+schumacher. Mit dem Erweiterungsbau entsteht in Frankfurt ein Museum, das sich sowohl in technischer als auch in ästhetischer Hinsicht auf der Höhe der Zeit befindet. „Damit beweist das Städel in seiner nahezu 200-jährigen Geschichte einmal mehr, dass es die Zeichen der Zeit erkennt und sich seinem Auftrag gemäß kontinuierlich zum Wohle der Gesellschaft weiterentwickelt“, sagt Dr. h. c. mult. Nikolaus Schweickart, Vorsitzender der Administration des Städel Museums.

In den nächsten Schritten wird der technische Ausbau erfolgen. Ab dem 1. Dezember 2010 werden die Oberlichter schrittweise eingebaut und abgedichtet. Insgesamt wird der Bau 195 kreisrunde Öffnungen aufweisen, deren Durchmesser von 2,7 Metern in der Mitte bis 1,5 Meter an den Gebäuderändern reichen wird.

Große Fortschritte verzeichnet auch die Sanierung des Altbaus, dessen Main- und Gartenflügel barrierefrei erschlossen und brandschutztechnisch ertüchtigt werden. Über ihn wird die Erschließung des Erweiterungsbaus erfolgen. Vom Haupteingang am Schaumainkai wird der Weg über eine zentrale Achse in den Neubau führen. Die Anbindung erfolgt unter dem Metzler-Saal, dessen Boden bereits abgetragen wurde, um weiter in die Tiefe graben zu können und die ebenfalls in der Achse liegende Treppe zum Erweiterungsbau zu errichten. Danach wird der Boden wieder eingezogen und der Festsaal in seiner ursprünglichen Dimension wiederhergestellt.

Die Eröffnung des Erweiterungsbaus, in dem die Sammlung der Kunst nach 1945 ihren Platz finden wird, ist für Herbst 2011 vorgesehen. Ebenfalls im Herbst werden die Sammlungsbereiche im Main- und Gartenflügel neu präsentiert werden. Bis zum 26. Juni 2011 ist im Ausstellungshaus noch die Sammlungspräsentation „Die Chronologie der Bilder. Städel-Werke vom 14. bis 21. Jahrhundert“ zu sehen. 

18.02.2008
schneider+schumacher gewinnen den Wettbewerb zur Erweiterung des Städel Museums

Am Montag, den 18. Februar 2008 kürte eine achtköpfige Jury unter dem Vorsitz von Architektin Louisa Hutton den Gewinner des Architekturwettbewerbs zur Erweiterung des Städel Museums. Die Jury entschied sich einstimmig für den Entwurf des Frankfurter Architekturbüros Schneider + Schumacher. Den zweiten Preis teilen sich das Berliner Architekturbüro Kühn Malvezzi und das in Zürich ansässige Architektenteam Gigon/Guyer. Alle acht Projekte des geladenen Architekturwettbewerbs werden der Öffentlichkeit vom 8. bis 24. März 2008 im Städel Museum präsentiert werden.