Inspiration

Autobahnkirche Siegerland, 2013

Möbelladen Neuhaus, 1989.

Architektur ist Beziehung

Der erste Arbeitsschritt besteht darin, sich über die gestellte Aufgabe klar zu werden. Wir versuchen dann in einem freien, assoziativen Prozess herauszufinden, worin eine denkbare Antwort für die Aufgabe liegen könnte und welche Aspekte zu berücksichtigen sind. Idealerweise ergibt sich daraus eine Entwurfsstrategie, die in groben Zügen skizziert worum es bei dem jeweiligen Entwurf geht. Danach werden wir sehr konkret und prüfen Rastermöglichkeiten, Stützenstellungen, Fassadenkonstruktionen etc.. Die unterschiedlichen Optionen für die unterschiedlichen Aspekte eines Gebäudes werden dann in Übereinstimmung mit der Gesamtstrategie gebracht und führen zu einem konsequenten Gesamtergebnis.

Entwerfen ist bei uns Teamarbeit. Das entlastet den Einzelnen aber nicht davon, konkrete Ideen zu einem Entwurfsprozess beizutragen.

Entwerfen im Team gelingt dann, wenn es erstens genug hervorragende Ideen in der Gruppe gibt, und zweitens bei den Teammitgliedern die Fähigkeit vorhanden ist, den besseren Ansatz zu erkennen und ihn auch zuzulassen. Ein überaus komplexer, aber dadurch auch interessanter Prozess. Bei uns spielen dabei der Bauherr und die fachlich Beteiligten eine völlig gleichwertige Rolle, auch schon in der Phase der Ideenfindung.

Dachlukentreppe, 1980er Jahre.

Hochhaus Till Schneider, Projekt 1988.

Die Anfänge

Der Wolkenkratzer von Till Schneider entstand 1988 an der Städelschule, in der Klasse von Peter Cook. Er wählte eine hyperbolische Form, die sich aus der Rotation eines Dreiecks um den Kern ergibt. Die Glasvorhangfassade wirkt dadurch je nach Standpunkt und Lichtverhältnissen als Paneel, Spiegel oder transparente Haut.

Badeanstalt am Weinberg Projekt Michael Schumacher, Kassel 1986.

Metamorphose eines Baggers

Auf dem ehemaligen, verwunschenen Gelände des Großindustriellen Henschel plante Michael Schumacher während seiner Städelzeit bei Peter Cook die Badeanstalt. Um den besonderen Zauber der Landschaft zu erhalten, ist das gesamte Bad unter die Erde gelegt. Ein riesiger Bagger sollte sich in die Erde eingraben; und die Form der Badeanstalt würde sich aus der Rotation seines Schaufelrades ergeben.

Poesie des Pragmatismus

Es ist ein Traum von uns als Architekten, das alltägliche Leben so zu gestalten, dass wir uns über den Zauber, den unser Leben hat, klar werden. In allen Aspekten, vom Museumsbesuch bis hin zu Fragen wie ein Pappkarton von Erco zum Endverbraucher kommt.

Zeit und ihr Wandel

Die auf den Boden geworfene Projektion eines Fensters zeichneten die Architekten mit reflektierender Straßenmarkierungsfarbe nach. Auf diese Weise wurde der Lauf der Sonne am längsten Tag des Jahres festgehalten. "Sonnenflecke" überlagerten sich mit den Bildern auf dem Boden und entfernten sich wieder.

Das Ganze im Blick

Giovanni Battista Nolli, Rom 1748.

Schwarzplan der Stadt Rom mit sämtlichen Bauten, Plätzen und Straßenräumen; zudem sind die Grundrisse der Kirchen und Paläste ablesbar.

Die Info-Box am Potsdamer Platz in Berlin und Tim Ahlswedes Blick auf die Box.
Corporate Architecture: Das Hochregallager für Erco, Lüdenscheid 2000

“Die Poesie kann auch zufällig und spielerisch entstehen"

Ein gelungener Gebäudeentwurf ist ganz einfach, und gleichzeitig hochkomplex. Er ist nicht kompliziert, lässt sich mit drei Sätzen erklären und trotzdem kann man Abende darüber referieren. Modellstudie zur Prüfung der inneren Organisation des KPMG Gebäudes.

Modellbau

Palmen und Meer, Yachten, exotische Pflanzen, ein wenig Mondänität, ein gewisser Glamour, und das direkt am Main. Das sind die wunderbaren Assoziationen, die geweckt werden sollen.

Das Bugatti-Wrack aus dem Lago Maggiore.

Authentizität und Wahrheit

Blossom Hotel, Kish Island Iran 2004.

Flower of the East

Bei dem Entwurf für das Blossom Hotel auf Kish Island wollten wir in der Form die traditionelle persische Kultur mit dem technischen Wissen des 21. Jahrhunderts verbinden: Der Turm speist sich mit selbst erzeugtem Strom und entfaltet sich im Laufe des Tages wie eine Blume und lässt den Besucher ans Paradies denken.

Typisch Frankfurt: Die Grüne Soße.

Silvertower, Frankfurt am Main 2011.

Dauerhaft und schön

Das, was wir bauen, sollte dauerhaft und schön sein. So einfach ist das.

 

Literaturpavillion Frankfurt, 2006.

Poesie des Wissens

Der auf der Frankfurter Hauptwache aufgebaute temporäre Pavillon war ein öffentlich wahrnehmbarer Hinweis auf die Veranstaltungen, die im Rahmen des 3. Literaturfests der Stadt Frankfurt am Main im September 2006 an unterschiedlichen Orten stattgefunden haben.

Bestimmt wird der Pavillon durch seine Faltungen aus hölzernen Bauschaltafeln: Wände, Dach und Klapptüren folgen dieser konstruktiven Logik. Das Thema "Die Poesie des Wissens" aufgreifend, macht das Auffalten beziehungsweise Aufklappen neugierig auf das, was sich dahinter befindet.

 

Wenn Architekten träumen dürfen ... Ausstellung im Historischen Museum Frankfurt, 2010.