Haltestellenüberdachung "Parapluie"

2012 – 2013
Verkehrsbauten, Design/Objekt
ARGE mit Bollinger+Grohmann und DUCON Europe

Die Haltestellenüberdachung Parapluie ist eine ultradünne Sichtbetonschale komplett ohne Stahleinbauteile und mit einer Plattenstärke von weniger als 24 mm an den Rändern, die zur Serienproduktion entwickelt wurde.

Eine schräge, konisch geformte Stütze trägt den Schirm an einem Punkt außerhalb der Schalenmitte. Die bewusst gewählten Asymmetrien sowie die dreidimensional geschwungenen Freiformen wurden mithilfe parametrischer Programme  entworfen und optimiert. Ziel war es, eine Dachschale zu fertigen, die so schlank und leicht wie möglich ist und gleichzeitig dennoch gute Trageigenschaften aufweist. Mithilfe des parametrischen Formfindungsprozesses wurde ein System entwickelt, dessen Lastabtrag fast ausschließlich über eine Membrantragwirkung stattfindet  – vergleichbar mit einem in der Hand gewölbten Blatt Papier.

Entscheidend war vor allem die Verwendung des richtigen Materials:  ein mikrobewehrter Hochleistungsbeton mit einer Armierung aus Edelstahl, die gleichmäßig über den Querschnitt verteilt ist. Dieser Werkstoff bietet größtmögliche Duktilität bei gleichzeitig hoher Tragfähigkeit und erlaubt zudem eine annähernd linear elastische Tragwerksanalyse.

Die Entwicklung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit Bollinger+Grohmann Ingenieure und DUCON Europe.

Beteiligte s+s GesellschaftenS

Technische Daten:

Typologie: Verkehrsbauten, Design/Objekt
Projektarchitekt: Till Schneider, Joachim Wendt
Projektleitung Planung: Ragunath Vasudevan
Vergabeform: Studie
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