Technologiepark Lavanttal

Im österreichischen Kärnten, in St. Paul im Lavanttal, soll in direkter Nähe zum neuen Bahnhof ein Technologiepark entstehen mit Fokus auf den Themen Smart Materials und Kreislaufwirtschaft. Dazu hat die TPL Technologiepark Lavanttal GmbH einen EU-weit offenen Wettbewerb ausgelobt, an dem 55 Büros teilnahmen. Gesucht war ein Konzept, das die Bebauung, die Freiräume und Verkehrsflächen berücksichtigt. Zusätzlich war ein Realisierungskonzept für den ersten Bauabschnitt gefragt. Die Einreichung „Fünf Cluster in der Landschaft“ von schneider+schumacher gemeinsam mit Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten erhielt eine Anerkennung.
Die städtebauliche Grundidee basiert auf fünf kompakten Clustern, die sich vom Bahnhof aus schrittweise in Richtung Ortskern und Landschaft entwickeln. Jedes Cluster bildet eine erkennbare Etappe mit eigener Adresse, Freiraumbezug und funktionaler Logik. Die fünf Cluster gliedern das Areal in überschaubare Baufelder und Bauabschnitte und schaffen ein robustes Grundgerüst für langfristige Entwicklung, flexible Erweiterungen und spätere Umnutzungen. Der erste Cluster liegt unmittelbar am Bahnhof und bildet den Auftakt des Technologieparks. Ein Hochpunkt markiert den Eingang als Landmark, unterstützt die Orientierung und setzt ein sichtbares Zeichen für den neuen Technologiepark. Die weiteren vier Cluster ordnen sich entlang eines zusammenhängenden Landschaftsbandes an – ein wesentliches städtebauliches Element dabei ist, dass die Sichtachse zwischen Bahnhof und Benediktinerstift erhalten bleibt.
Positiv bewertete das Preisgericht die Adressbildung, die Möglichkeit der etappenweisen Fertigstellung sowie die Option zur Weiterentwicklung über die vorgesehene Projektlaufzeit. Auch der vorgeschlagene Freiraum verspricht eine hohe Aufenthaltsqualität und vielfältige Nutzungsmöglichkeiten, so die Jury.