Erweiterung des Städel Museums

Frankfurt am Main, 2008 – 2012
Kulturbauten

Im Frühjahr 2008 gewann das Frankfurter Architekturbüro schneider+schumacher den internationalen Wettbewerb für die Erweiterung des Städel Museums. Durch die Positionierung des Neubaus unterhalb des Städel-Gartens, wurde die vorhandene Ausstellungsfläche nahezu verdoppelt – von 4.000 m² auf 7.000 m². Der unterirdische Bau hat eine Breite von 76 m, eine Länge von 53 m und eine maximale Höhe in der Mitte des Raums von 8,20 m.

Über die gesamte Oberfläche der doppelt gekrümmten Deckenschale verteilen sich 195 Oberlichter, deren Durchmesser von 1,50 m in den Randbereichen bis zu 2,50 m am höchsten Punkt variieren. Diese speziell für das Städel entwickelten Augen für die Kunst sind von außen begehbar und versorgen den Ausstellungsraum mit Tageslicht, welches durch integrierte LED und Sonnenschutzvorrichtungen verstärkt bzw. abgeschwächt werden kann. Die gesamte Decke wird von nur 12 schlanken Stahlbetonstützen getragen. 160 Bohrpfähle verankern den im Grundwasser liegenden Erweiterungsbau in der Erde und verhindern ein Aufschwimmen. Der Neubau wird durch 36 Erdsonden mit Wärme (im Winter) bzw. Kälte (im Sommer) versorgt, die bis zu einer Tiefe von 82 m im Boden stecken.

Die konzeptionelle Auslegung und die verwendete Haustechnik machen die Erweiterung zu einem in jeder Beziehung nachhaltigen Museumsbau.

Beteiligte s+s GesellschaftenABDP

Technische Daten:

Typologie: Kulturbauten
Vergabeform: Wettbewerb
Leistungsphase: 1-9
Bauherr/Auslober: Städelsches Kunstinstitut
Projektarchitekt: Michael Schumacher, Kai Otto, Till Schneider
Projektleitung Planung: Miriam Baake
Baumanagement: schneider+schumacher Bau- und Projektmanagement GmbH
Projektleitung Baumanagement: Hans Eschmann
Brutto-Grundfläche: Erweiterung 4.151 m² / Gesamt 24.726 m²
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