Autobahnkirche Siegerland

Wilnsdorf, 2009 – 2013
Kulturbauten

Im März 2009 gewann schneider+schumacher einen Wettbewerb, den der eigens für dieses Bauvorhaben gegründete Förderverein Autobahnkirche Siegerland ausgeschrieben hatte. Die Initiative für das Bauprojekt war durch Hanneliese und Hartmut Hering nach einem Besuch einer Autobahnkirche in Süddeutschland entstanden. Ein Blick auf die Landkarte zeigte, dass die nächsten Autobahnkirchen im Raum Münster bzw. Wiesbaden liegen. Dem Siegerland und damit der viel befahrene A 45 fehlte ein solcher Ort.

Die dreidimensionale Umsetzung des Kirchen-Piktogramms präsentiert sich sowohl zur Autobahn als auch zum Autohof als stilisierte weiße Silhouette einer traditionellen Dorfkirche. Die Innenkuppel öffnet sich zum Altarbereich, in den nur von oben, durch die beiden Turmspitzen, natürliches Licht einfällt. Das filigrane Holz-Gewölbe zeigt sich ähnlich einer feingliedrigen Kreuzrippen-Struktur. 

Baubeginn war im März 2011 mit dem archaisch skulpturalen Beton-Fundament als Basis für die darüber liegende Holzständerbauweise der Kirche.

Die Einweihung und Eröffnung fand Ende Mai 2013 statt.

Publikationen/Film:
"Worshipping at the Autobahn", Deutsche Welle TV, 2014
"Autobahnkirche in Wilnsdorf", in Detail, 1+2/2014 S.53-57
"Eine Kirche setzt Zeichen", Heiner Scharfenorth in Architektur & Wohnen, 06/2013
"Wenn Beten noch helfen soll", Dieter Bartetzko in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, 14.08.2013

 

Beteiligte s+s GesellschaftenABDP

Technische Daten:

Bauherr/Auslober: Autobahnkirche Siegerland e.V.
Typologie: Kulturbauten
Brutto-Grundfläche: ca. 240 m²
Projektarchitekt: Michael Schumacher
Projektleitung Planung: Jana Heidacker
Baumanagement: schneider+schumacher Bau- und Projektmanagement GmbH
Vergabeform: Wettbewerb
Leistungsphase: 1-8
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