Neues Zentrum Kagran

Wien, 2010
Büro-/Verwaltungsbauten, Wohnbauten, Hotels
Wettbewerb ARGE s+s/Riegler Riewe

Unser städtebauliche Ansatz steht in der Tradition und im Verständnis der europäischen Stadt der kurzen Wege, in der unverwechselbare räumliche Identität durch begrenzte, visuell erfass- und erlebbare Räume geschaffen wird. Diese bilden die Grundlage für jene dichte urbane Atmosphäre, deren charakteristische Eigenschaften Neutralität, Nutzungsoffenheit, Vielschichtigkeit und Spannung sind, und die wir uns auch für das Neue Zentrum Kagran wünschen.

Der Entwurf schöpft seine städtische Kraft aus der Konzentration um einen zentralen Platz. Dessen spannungsvolle Gliederung ermöglicht einerseits urbane Vielfalt und andererseits klare, wiedererkennbare Adressen.

Dieser neue Platz nahe der U-Bahn-Station lädt dank seiner Maßstäblichkeit nicht nur zum Verweilen ein, sondern bietet im Bereich des Forums auch Schutz vor Wind und Wetter. Aufgrund der gewählten Baumassengliederung zeichnen sich alle Gebäude durch eine relative Kompaktheit aus. Die beiden schlanken Hochpunkte – Wohnturm und Bürohochhaus – an den schmalen Enden des Grundstücks sind mit ihrem eleganten, geringen Umfang wirtschaftlich optimiert. Der Wohnturm, der auch das Hotel und die Service-Appartements enthält, ist direkt gegenüber der U-Bahn-Station angeordnet. Das etwas größere Bürohochhaus (Technologie- und Businesspark) markiert seine Präsenz vor der publikumsattraktiven Eissporthalle.

Über den beiden kommerziell genutzten und transparenten Sockelgeschossen erhebt sich in der Grundstücksmitte der winkelförmige, weithin sichtbare öffentliche Verwaltungsbau (Magistratisches Bezirksamt), der im Gegensatz zu den beiden Hochhäusern mit maximalen Trakttiefen bewusst niedrig gehalten wurde.

Beteiligte s+s GesellschaftenA

Technische Daten:

Typologie: Büro-/Verwaltungsbauten, Wohnbauten, Hotels
Vergabeform: Wettbewerb
Leistungsphase: 1
Bauherr/Auslober: Wirtschaftsagentur Wien
Gestaltung: ARGE schneider+schumacher Architekten ZT GmbH/Riegler Riewe Architekten ZT Ges m.b.H.
Projektarchitekt: Eckehart Loidolt, Florian Riegler, Roger Riewe, Till Schneider, Michael Schumacher
Projektleitung Planung: Eckehart Loidolt
Tragwerksplanung: Ingenieure Bollinger+Grohmann GmbH, Frankfurt
Bauphysik: Transsolar Energietechnik GmbH, Stuttgart
Außenanlagen: Keller Damm Landschaftsarchitekten Stadtplaner GmbH, München
Brutto-Grundfläche: 22.160 m² (Wohnen), 40.135 m² (Businesspark)
Brutto-Rauminhalt: 66.480 m³ (Wohnen), 146.020 m³ (Businesspark)
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