Produktionshalle Fa. Rittal

Haiger, 2011 – 2012
Industriebauten

Der bestehende Firmensitz in Haiger ist aufgrund seiner Entstehungsgeschichte von großer Heterogenität und daher nur bedingt geeignet, die Firma Rittal zu repräsentieren. Der vorgeschlagene Entwurf nutzt die notwendigen Erweiterungen zur schrittweisen Umsetzung einer übergeordneten klaren Form; das Konglomerat wird zu einem einheitlichen Ganzen zusammengeführt. Gegliedert wird die entstehende Großhalle durch die neu interpretierten Rittal-Schrägen. Diese beherbergen selbsterklärend die Personal-Eingänge und bilden die Kommunikationsspangen nach außen ab, welche die äußere Gliederung im Inneren umsetzen und eine klare Trennung von Warenverkehr (EG) und Personenverkehr (OG) gewährleisten. Eine großzügige Verglasung dieser Spangen zu den Hallen ermöglicht einerseits ständige Blickbeziehungen und führt so Planung, Vertrieb, Produktion und Lagerung wieder zu einem gemeinsamen Ganzen zusammen und gestattet andererseits Führungen durch den Betrieb, ohne die Abläufe zu stören. Eine besondere Bedeutung kommt dem Hochregallager zu, das als markanter Anker aus dem Hallenkomplex herausragt und dem Unternehmen Präsenz an der Autobahn verschafft. Anders als die herkömmliche hermetische „black box“ zeigt es sein Inneres und verankert Rittal neben reiner Zeichenhaftigkeit auch ganz handfest im städtischen und regionalen Bewusstsein.

Beteiligte s+s GesellschaftenAB

Technische Daten:

Bauherr/Auslober: Friedhelm Loh Group / Rittal GmbH & Co. KG
Typologie: Industriebauten
Brutto-Grundfläche: 18.800 m²
Projektarchitekt: Michael Schumacher, Christian Simons, Astrid Wuttke
Projektleitung Planung: Manuel Mauder
Baumanagement: Freischlad+Partner GmbH & Co. KG, Jens Freischlad (Architekten LPH: 5-9)
Vergabeform: Privat
Leistungsphase: 1-3
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