Phänomenta

Lüdenscheid, 2001 – 2013
Kulturbauten

2001 wurde schneider+schumacher von der Phänomenta in Lüdenscheid aufgefordert, einen Turm zu entwerfen, der das Foucaultsche Pendel in Originallänge und -ausschlag behausen sollte. Nach eingehenden gestalterischen, konstruktiven und strukturellen Überlegungen wurde eine Konstruktion gewählt, die ausschließlich aus geometrisch in sich stabilen Dreiecken bestand, welche in der Höhe gegeneinander um 60° verdreht wurden. Der kalkulierte Effekt, der sich dabei aus unterschiedlichen Blicken ergibt, von einem scheinbar einfachen dreieckigen Turm zu einem tanzenden, sich mit Überhängen faltenden Turm, ist ein zentrales Entwurfsthema, welches sich emblematisch mit den zu vermittelnden Phänomenen im angeschlossenen Gebäude verbindet. Um das Pendel vor Witterungseinflüssen wie Wind, Regen und Temperatur zu schützen, wurde eine Membran eingeführt, die den Schwingungskegel des Pendels nicht störte und die in organischer Ergänzung zu der Rohrgitterwerk des Gerüsts steht. Bei dem realisierten Projekt handelt es sich um einen urheberrechtlich geschützten Entwurf von schneider+schumacher.

Die Leistungsphase 2 und Teile der LPH 3 wurden von schneider+schumacher durchgeführt. Die Tragwerksplanung stammt von Bollinger & Grohmann. Nach einem 2012 von DU Diederichs Projektmanagement durchgeführtem VOF-Verfahren wurde das Projekt an KKW Architekten vergeben und 2015 durch diese realisiert. Die Fotografien des fertigen Baus stammen von Guido Raith.

Beteiligte s+s GesellschaftenA

Technische Daten:

Leistungsphase: 2,3
Bauherr/Auslober: Stiftung Phänomenta, Stadt Lüdenscheid
Projektarchitekt: Till Schneider, Joachim Wendt
Tragwerksplanung: B+G Ingenieure Bollinger und Grohmann GmbH
Brutto-Grundfläche: 4.175 m²
Brutto-Rauminhalt: 16.000 m³
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