Antarctica

Admiralty Bay, King George Island, 2013
Forschungsbauten
Wettbewerb

 Leicht wie Schneeflocken liegen die Räume der neuen Station in der Bucht. Auf einer steifen Tischkonstruktion mit auf das notwendigste reduzierten „Fußabdrücken“ werden standardmäßige ISO-Container zweigeschossig angeordnet. Doppelreihen von sieben Containern bilden die Grundeinheiten der Station, die an den Stirnseiten über Kopplungselemente miteinander verbunden werden können.

Eine Hülle aus mehrlagigen ETFE-Verbund-Folien minimiert den Windwiderstand, dient im Zwischenraum als Träger für PV-Paneele und generiert einen Klimapuffer zwischen der Containeraußenwand und der Umwelt. Die Grundstruktur der Container wird unverändert übernommen, wobei die Container an den Ecken miteinander verbolzt und mit der Tischkonstruktion fest verbunden werden. Zuerst wird das Container-Grundgerüst aus besonders stabilen Stahlteilen montiert. Anschließend werden am Boden Streben in Längsrichtung eingezogen. Auf diesen Streben wird der Containerboden montiert, der aus mehreren Lagen von mit Schutzmitteln behandeltem Holz besteht. Die Wände des Containers bestehen aus Trapez-Stahlblech (Corrugation). Anschließend werden das Containerdach und die Türen montiert.

Der Innenausbau, die Hülle und die technische Infrastruktur werden individuell an die Anforderungen der Station angepasst. Durch Vorfertigung der Container kann die Aufbauzeit auf ein Minimum reduziert werden. Hierbei spielen die an die klimatischen Bedingungen der Antarktis optimal angepasste Container-Hülle eine besondere Rolle. 

Beteiligte s+s GesellschaftenAP

Technische Daten:

Bauherr/Auslober: Marinha do Brasil / Instituto de Arquitetos do Brasil - IAB
Typologie: Forschungsbauten
Brutto-Grundfläche: 3.000 m²
Projektarchitekt: Kai Otto, Till Schneider
Projektleitung Planung: Kai Otto
Vergabeform: Wettbewerb
Leistungsphase: 1
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